Ganspe Bürgermeister Hartmut Schierenstedt hatte ordentlich was auf dem Zettel, als er zum symbolischen Spatenstich an der Industriestraße willkommen hieß. Und das lag nicht nur an der Vielzahl der zu begrüßenden Gäste – von Vertretern ansässiger Unternehmen über Vertreter von Rat und Verwaltung bis hin zu Planern und bauausführenden Firmen. Allein die bisherige Chronologie der dringend notwendigen Baumaßnahme nahm reichlich Zeit in Anspruch.

Seit fast zehn Jahren ist die Sanierung der gut 900 Meter langen Straße Thema. 2011 erfolgten Baugrunduntersuchungen, 2012/13 wurde ein Stück Baustraße für einen Teilabschnitt gebaut. 2014 folgten Arbeiten am Brückenbauwerk und am Siel, 2015 wurde der Wendehammer erstellt, 2017 schließlich erfolgten noch kleinere Sanierungsarbeiten, 2018 wurde das Deichschart erneuert. Nur die grundlegende Sanierung der für die ansässigen Betriebe – mit laut Schierenstedt rund 1500 Mitarbeitern – wichtigen Straße blieb bisher aus. Ein Grund: Die entsprechende Satzung der Gemeinde verpflichtet die Anlieger 90 Prozent des gemeindlichen Kostenanteils von rund 1,2 Millionen Euro zu tragen. „Ich bin allen Beteiligten dankbar, dass sie dazu bereit sind“, wandte sich der Bürgermeister an die Unternehmer.

Möglich macht das insgesamt rund 2,4 Millionen Euro teure Projekt aber auch eine deutliche Anhebung der Förderung durch das Land Niedersachsen. Das übernimmt 50 statt 30 Prozent der Kosten.

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In drei Bauabschnitten wird das Berner Unternehmen Wussow Kanalbau- und Pflasterbetriebs GmbH die Industriestraße von Grund auf erneuern. Baubeginn soll am 7. Oktober sein, kündigte Achim Wussow an. Eine Baustraße am Deichfuß für den ersten Abschnitt ist bereits errichtet worden. Ab der zweiten Oktoberwoche geht es dann unter die Erde. Zunächst wird ein Regenwasserkanal verlegt, bevor die sechs Meter breite Straße komplett neu aufgebaut wird. Weserseitig entsteht ein Gehweg, auf der Seite zum Deich werden rund zehn Aufstellplätze für Lastwagen gebaut. Insgesamt werden rund 3500 Kubikmeter Boden bewegt. Abgeschlossen sein sollen die Arbeiten möglichst im September kommenden Jahres; bis Ende 2020 muss die Maßnahme abgerechnet sein. Gearbeitet werden müsse unter Vollsperrung der einzelnen Abschnitte, erläuterte Hans-Rudolf Werner vom Oldenburger Planungsbüro INGWA. Für die Zeit der Baumaßnahmen hätten die ansässigen Firmen eine Anlieferung über die Firmengelände verabredet.

Markus Minten Leitung / Lokalredaktion
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