Brake Für Harrien ist 2014 eigentlich ein Jahr der Jubiläen. 875 Jahre ist es her, dass der inzwischen lange zu Brake gehörende Ortsteil erstmalig urkundlich mit seinen damals neun Höfen erwähnt wurde. Vor 110 Jahren wurde der örtliche Bürgerverein gegründet. Heidi Schütte engagiert sich dort seit genau einem halben Jahrhundert im Vorstand, und Festausschussmitglied Michael Jürgens hat vor 15 Jahren das Vereinslokal „Harrier Hof“ übernommen.

Doch zum Feiern war den Mitgliedern des Traditionsvereins am Anfang des Jahres zunächst nicht zumute, denn es fehlte an engagiertem Nachwuchs in den Vorstandsreihen – ein Umstand, der sich zum Glück nach einer außerordentlichen Mitgliederversammlung ändern sollte.

Jünger und voller Tatendrang sind Vorstand und Festausschuss jetzt. „Viel zu schade wäre es gewesen, diesen Verein aufzulösen“, findet der gebürtige Harrier Thomas Wulf, der als neues Mitglied gerne bereit war, als einer der beiden stellvertretenden Vorsitzenden Verantwortung zu übernehmen. Auch Melina Janssen ist eines der neuen Mitglieder; sie engagiert sich im Festausschuss.

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Die junge Frau wohnt noch nicht lange in der Wesermarsch. „Harrien ist toll. Ich mag die vielen individuellen Einfamilienhäuser, die die ruhigen Nebenstraßen prägen. Trotzdem sind es nur ein paar Schritte, und man hat Geschäfte, weidende Kühe oder fällt auf der anderen Seite in die Weser. Es ist einfach alles da, was die Wesermarsch ausmacht“, findet sie. Besonders mag sie die Harrier Kaje, die der Bürgerverein in Schuss hält. Es ist selten, dass der idyllische Platz bei schönem Wetter verlassen da liegt. Und bei Pärchen ist es offenbar Trend geworden, sich dort mit einem Schloss ewige Liebe zu schwören.

Wie gut der neue Festausschuss funktioniert, konnte er gleich Pfingsten unter Beweis stellen, als aufgrund von Krankheit das Pfingstbaumbinden plötzlich nicht wie gewohnt im Garten von Heidi Schütte stattfinden konnte und spontan in den Sommergarten des Harrier Hofs verlegt wurde. „Viele neue Farben fanden sich dieses Mal in der Krone des Pfingstbaums“, schmunzelt Heidi Schütte, die viele Jahre Kassenwartin war. Sie ist froh über das Aufrechthalten dieses liebgewonnenen Brauchs, zu dem neben dem Schmücken von Straße und Baum, dem musikalischen Festumzug und Feiern mit vielen befreundeten Vereinen stets sonntags ein Flohmarkt auf der Harrier Straße gehört, bei dem sich Jung und Alt trifft.

Neben Ausflügen und Kajenfesten gibt es allerdings einige Bräuche nicht mehr. Lächeln muss Heidi Schütte, wenn sie an frühere Weihnachtsfeste denkt, als die Männer Heiligabend Süßigkeiten zu den Kindern der Mitglieder brachten: „Ein Schluck an jeder Tür gehörte dazu. Statt zuhause Weihnachten zu feiern, schliefen sie dann erst einmal aus.“

Schön wäre, wenn bei Ausflügen, so wie in alten Zeiten, wieder zwei Busse gefüllt werden könnten, hoffen Melina Janssen und Heidi Schütte. Ideen zur geselligen Kontaktpflege hat der Festausschuss schon einige – und vielleicht wird dann ja auch das eine oder andere Jubiläum nachgefeiert.

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