Friedrich-August-Hütte „Es ist eine Geste von Respekt und Rücksichtnahme, eine Schutzmaske zu tragen“, sagt Rainer Wahlers, Geschäftsführer der Nordenhamer Zinkhütte. „Denn dadurch können wir andere schützen.“ Um die Verbreitung der Masken zu unterstützen und mehr Menschen davon zu überzeugen, in Zeiten der Corona-Pandemie eine zu tragen, hat Rainer Wahlers nun selbst Masken anfertigen lassen. Diese möchte er zum privaten Gebrauch an die Mitarbeiter verschenken.

Botschaft verbreiten

„Die Idee dazu kam mir und meiner Frau beim Wochenendspaziergang“, sagt der Geschäftsführer. Da professionelle Schutzmasken zurzeit Mangelware sind, hat er sich zusammen mit dem Betriebsratsvorsitzenden Klaus Garlichs und dem Leiter der Arbeitssicherheit, Jean-Baptiste Bertin, nach Alternativen umgeschaut. Bei einem deutschen Hersteller haben sie sich über verschiedene Varianten informiert und sich letztendlich für eine Art Schlauchtuch entschieden.

Die Tücher können ganz einfach über den Kopf gezogen und dann über Mund und Nase gelegt werden. Jetzt sollen diese zusammen mit einer kleinen Gebrauchsanweisung bezüglich Hygiene und Waschbarkeit an die Mitarbeiter verschenkt werden. „Jeder Mitarbeiter bekommt vier Tücher, die er dann auch noch an andere Familienmitglieder weitergeben kann“, erzählt Rainer Wahlers. Die Tücher, die mit dem Logo der Zinkhütte und den Botschaften „Stay Safe“ und „Maske auf“ bedruckt sind, sollen momentan natürlich voranging als Schutz dienen. Sie seien aber auch nach der Krise noch vielseitig einsetzbar, zum Beispiel als Schal oder Kopfbedeckung. Trotz Maske sei es wichtig, den Sicherheitsabstand und alle weiteren Vorschriften zu beachten, betont Rainer Wahlers.

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Um den Schutz vor einer Ansteckung auch bei der täglichen Arbeit gewährleisten zu können, wurden viele Arbeitsabläufe in der Nordenhamer Zinkhütte umgestellt. In den Besprechungsräumen und in Büros, in denen es häufiger zu Besuchen kommt, wurden Plexiglasscheiben aufgestellt. Öffentliche Flächen, wie Stempeluhren, reinigt der zuständige Dienstleister nun vor jeder Schicht. Zusätzlich wurden die Zeiten des Arbeitsbeginns so auseinandergezogen, dass sich nicht mehr alle Mitarbeiter gleichzeitig in den Umkleidekabinen befinden.

Für einen Großteil der Verwaltungsmitarbeiter hat die Geschäftsführung das vorübergehende Arbeiten von Zuhause aus ermöglicht. Dies ist für die rund 350 Beschäftigten in der Produktion natürlich nicht möglich. „In der Produktion tragen die Mitarbeiter ja sowieso Schutzbekleidung. Normalerweise werden viele Masken aber nur in bestimmten Bereichen genutzt. Jetzt achten wir darauf, dass diese immer getragen werden, sobald mehrere Personen zusammenarbeiten“, erzählt Betriebsratsvorsitzender Klaus Garlichs. Das ist zwar eine große Umstellung, aber die Arbeitsabläufe funktionieren und die Mitarbeiter halten sich an die Spielregeln.

Gut ausbalanciert

Die wirtschaftliche Situation der Zinkhütte ist laut Rainer Wahlers nach wie vor gut. „Es gibt vier Faktoren, die stimmen müssen“, sagt er. Dazu gehören die Materialbeschaffung, der Absatz, die Beschaffung von Hilfs- und Betriebsstoffen und vor allem die Gesundheit und damit die Einsatzbereitschaft des Personals. „Bisher haben wir alles gut ausbalanciert.“

Kurzarbeit sei in der Zinkhütte zurzeit kein Thema. Da sich die Umstände aber jederzeit ändern können, hat der Betriebsrat bereits einen Rahmenplan erstellt, um im Fall der Fälle eine schnelle Umsetzung der nötigen Maßnahmen vornehmen zu können.

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