STADLAND Zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und acht Monaten, die für drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt ist, sowie zu 60 Stunden gemeinnütziger Arbeit verurteile das Schöffengericht in Nordenham am Donnerstagmorgen einen 42-jährigen Mann aus der Gemeinde Stadland. Er musste sich wegen des unerlaubten Erwerbs und Besitzes von Rauschgift in nicht geringer Menge verantworten. Der geständige Angeklagte nahm das Urteil an.

Der nicht vorbestrafte verheiratete Familien-Vater war bereits 2004 in den Verdacht geraten, an seinem Kiosk Drogen an Minderjährige zu verkaufen. Dafür gab es aber keine Beweise. Im April 2006 wurden bei ihm bei einer Hausdurchsuchung rund 150 Gramm Marihuana und kleinere Mengen Haschisch sichergestellt.

Im August 2006 stand der Angeklagte bei einer Verkehrskontrolle unter Drogeneinwirkung, was durch eine Blutuntersuchung belegt wurde. Bei einer erneuten Hausdurchsuchung fand die Polizei wiederum Haschisch in nicht geringer Menge und die Reste einer Cannabis-Pflanze.

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Der 42-Jährige, der sich auch bei den Hausdurchsuchungen sehr kooperativ gezeigt habe, gestand den Rauschgiftkonsum ein. Damit hatte er vor acht Jahren nach einem Herzinfarkt insbesondere aufgrund seiner Depressionen begonnen. Einen Handel mit dem in Nordenham und Bremen erworbenen Rauschgift bestritt er jedoch. Zu einigen getätigten Verkäufen sei er mehr genötigt worden. In einem Fall sei seine Familie sogar von ungebetenen Käufern mit einem Kampfhund bedroht worden.

Aufgrund der Fakten sowie der widersprüchlichen Aussagen, die der Angeklagte 2006 gegenüber der Polizei und in der jetzigen Gerichtsverhandlung machte, bestehe der begründete Verdacht eines erwerbsmäßigen Handels mit Betäubungsmitteln, so Richter Ansgar Fischer. Dessen weitere Verfolgung wurde auch auf Antrag der Staatsanwältin mangels Beweise aber eingestellt.

In der Begründung seines Urteils, das um zwei Monate unter dem von der Staatsanwältin beantragten Strafmaß blieb, würdigte das Gericht die Bemühungen des 42-Jährigen bei der Strafaufklärung. Aus Angst und um seine Familie zu schützen, habe der Angeklagte nicht so ausgepackt wie er es wohl gekonnt hätte. Weil er keine Namen von Dealern und Käufern preisgegeben hat, sei er keine tolle Hilfe für die Polizei gewesen.

Rolf Bultmann Nordenham / Redaktion Nordenham
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