KöTERMOOR Patentrezepte haben aber auch die Kommunalwahl-Bewerber nicht in der Tasche. Der Gedankenaustausch soll fortgesetzt werden.

von rolf bultmann KÖTERMOOR - Die vom Landvolkverein Schwei bereits 2001 beantragte Flurbereinigung für den Raum Schwei wird vor der endgültigen Festlegung der Trasse für die Küstenautobahn keine Chance auf eine Realisierung haben. Auch künftig werden die für die lastenbeschränkten Gemeindestraßen und Wirtschaftswege in den Moorgebieten zu schweren Müll- und Milchtankfahrzeuge dort eingesetzt werden, wie auch die Straßenausbaubeitragssatzung der Gemeinde Stadland weiter Bestand haben wird.

Dies ist das Fazit eines Informations- und Diskussionsabend den der Landvolkverein mit den drei Stadlander Bürgermeister-Kandidaten und den Schweier Bewerbern für den Gemeinderat unten dem Motto „Bürger fragen – Kandidaten antworten“ am Dienstagabend im „Kötermoorer Hof“ veranstaltete.

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Die überaus sachlich und fair geführte Diskussion hatte nach Ansicht der Teilnehmer weder einen Sieger noch einen Verlierer, zumal sich die Kandidaten in ihren Antworten und Statements weitgehend einig waren. Der Abend habe aber viele Gewinner gehabt, denn es sei das „Wir“-Gefühlt gestärkt worden, freute sich Landvolk-Vorsitzender Otto Hermann Witting.

Es habe sich gezeigt, dass es besser sei, miteinander statt übereinander zu reden. Die Mitglieder des Landvolkvereins stehen den Kommunalpolitikern aber auch nach der Wahl zu Gesprächen zur Verfügung, machte der Vorsitzende deutlich.

Vor der Befragung hatten sowohl die Bürgermeister-Kandidaten – Amtsinhaber Boris Schierhold (parteilos, von der CDU unterstützt), Günter Hespos (SPD-Kandidat) und Evelin Ritter (parteilos) – als auch die Schweier Gemeinderats-Bewerber – Claas Vollers (parteilos, auf CDU-Liste), Helge Thoelen (Grüne), Helmut Rohde (SPD), Karl-Gerd Padeken (CDU), Jan-Gerd Kathmann (SPD), Erika Weubel (SPD) und Klaus Klinkenberg (parteilos, auf CDU-Liste) – die Gelegenheit, sich und ihre Ziele vorzustellen.

„Wir Landwirte müssen wirtschaften und zu Weltmarktpreisen produzieren können. Dazu ist die Nutzung der heutigen Technik mit großen und schweren Maschinen erforderlich. Wie die Wirtschaft die Küstenautobahn und die Hafenwirtschaft die Weservertiefung fordern wir Landwirte daher vernünftige Straßen“, sagte Otto Hermann Witting. Die dazu erforderliche landwirtschaftliche Infrastruktur könne nur mit einer Flurbereinigung geschaffen und finanziert werden.

Der Vorsitzende und auch andere Landvolkmitglieder machten deutlich, dass die Landwirte bereit seien, sich an der Finanzierung zu beteiligen. Die Straßenausbaubeitragssatzung empfinden sie jedoch als ungerecht, weil wenige Landanlieger für viele Nutzer zahlen sollen. Auch dass bewirtschaftete Flächen der Anlieger, die gar nicht an der betroffenen Straße liegen, zur Beitragsberechnung herangezogen werden, sei nicht einzusehen.

Die Kandidaten waren sich einig, dass eine Flurbereinigung für den Raum Schwei auch wegen der „Handtuchlage“ der landwirtschaftlichen Flächen nicht nur sinnvoll, sondern dringend erforderlich, wegen der A 22-Planung derzeit aber noch nicht möglich sei.

Ohne die Straßenausbaubeitragssatzung, die auch für die innerörtlichen Gemeindestraßen gilt, werde die Gemeinde Stadland auch künftig nicht in der Lage sein, Straßensanierungen zu finanzieren, so der Tenor der Antworten der Kandidaten. Wichtig sei aber auch ein pflegliche Nutzung der Straßen, damit erst gar keine größeren Schäden entstehen.

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