Fedderwardersiel Die Zusage von Olaf Lies, dass die Hafenzufahrt dauerhaft freigehalten wird (NWZberichtete), ist nicht die einzige gute Nachricht, mit der in Fedderwardersiel eine Gesprächsrunde mit dem Niedersächsischen Wirtschaftsminister zu Ende ging. Die Reederei Cassen Eils will die „Wega II“ verlängern, um ihre Kapazität zu erhöhen. Dabei steht fest, dass der Heimathafen des Ausflugsschiffs auch künftig Fedderwardersiel sein wird.

Ursprünglich habe er Bedenken gehabt, das Schiff zu übernehmen, gestand Peter Eesmann, Geschäftsführer der Cuxhavener Reederei Cassen Eils, in der Gesprächsrunde. „Heute bin ich froh, dass es unter unserer Flagge fährt“, sagte er. Die Reederei plant nun, die „Wega II“ um 4,80 Meter verlängern zu lassen. Dadurch lässt sich die Fahrgastkapazität mehr als verdoppeln – auf 150 Plätze.

125 Passagiere durfte die „Wega II“ befördern, ehe zwei Ereignisse die damalige Eignerfamilie Niessen zur Aufgabe zwangen. In der Nacht auf den 26. April 2016 war das Schiff im Hafen von Oldersum an der Ems nach einem routinemäßigen Werft-Aufenthalt gesunken. Die Reparatur wurde teuer. Hinzu kamen hohe Einnahmeausfälle. Der nächste Rückschlag folgte am 7. September: Die Berufsgenossenschaft verhängte ein Auslaufverbot, weil das Schiff plötzlich zu viel Gewicht aufwies. In der Folge durfte Kapitän Reinhild Nießen nur noch 70 statt der bisherigen 125 Passagiere mitnehmen. Das rechnete sich nicht mehr. Die Eignerin verkaufte an die AG Ems in Emden, deren Cuxhavener Tochter Cassen Eils die „Wega II“ nun bereedert.

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In dieser Saison sei der Ansturm auf das 20 Meter lange Schiff zeitweise so groß gewesen, „dass wir Fahrgäste stehen lassen mussten. Das hat teilweise auch zu Verärgerung geführt“, erklärte Peter Eesmann, warum man in Cuxhaven zu der Ausbauentscheidung gekommen ist. Die „Wega II“ soll in der Mitte durchtrennt, eine 4,80 Meter lange Sektion eingefügt werden.

Sein Wunsch sei, dass diese Arbeiten noch bis Saisonbeginn 2018 abgeschlossen werden, sagte der Geschäftsführer in der Gesprächsrunde mit Vertretern der Gemeinde sowie den Landtagsabgeordneten Karin Logemann (SPD) und Hans-Joachim Janßen (Grüne). Peter Eesmann weiß, dass das ein sehr ehrgeiziger Plan ist, denn wegen der frühen niedersächsischen Sommerferien im nächsten Jahr beginnt auch die Urlaubssaison entsprechend früh. Zudem verwies der Geschäftsführer auf das nötige Baugenehmigungsverfahren, das über die Bühne gebracht sein muss, bevor eine Werft beauftragt werden kann.

Indes machte Peter Eesmann eine Zusage, die in der Runde auf große Freude stieß: Fedderwardersiel werde Heimathafen der dann größeren „Wega II“ bleiben, kündigte er an. Auch diese Nachricht nahm Wirtschaftsminister Olaf Lies als „einen guten Anreiz“ auf, die Fahrrinne dauerhaft offen zu halten.

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