Farge /Berne „Liebe Bürger, liebe Leser, ein neues Schiff fährt auf der Weser….“ Nicht nur einen Taufspruch, sondern eine ganze Geschichte in Gedichtform hatte Dr. Katja Pourshirazi mitgebracht. Das sei ihre erste Taufe, bei der sie gleich die tragende Rolle habe, scherzte die Leiterin des Vegesacker Overbeck-Museums, die gerne die Patenschaft für das neueste Fährschiff der Fähre Bremen-Stedingen (FBS) GmbH übernommen hatte.

Das auf den Namen „Farge“ getaufte Schiff ist 60 Meter lang und 14 Meter breit, so dass 30 Pkw oder sechs Lkw an Bord Platz finden; äußerlich ähnelt es den anderen „schwimmenden Brücken“, die die FBS an drei Fährstellen zwischen Bremen und der Wesermarsch betreibt.

Doch beim Blick unter Deck wird schnell der Unterschied klar: 1300 Kilovolt erzeugen die drei von vier Elektromotoren ergänzten Dieselgeneratoren. Über stattliche 80 Kilowatt Batteriespeicher verfügt die „Farge“.

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Im „Greenmodus“ könne das Fährschiff deshalb mit Null Emissionen betrieben werden. Das, was aus den Schornsteinen käme, sei nur noch Wasserstoff, erklärte FBS-Geschäftsführer Andreas Bettray die neue, zukunftsweisende Technologie, mit der der Neubau ausgestattet ist.

Die „grüne Fähre“ ist aber nicht nur beim Schadstoffausstoß ein absoluter Vorreiter. Durch die neue Technik wird das 5,3 Millionen Euro teure Schiff ab sofort nahezu geräuschlos und fast ohne Vibrationen die Weser zwischen Berne und Farge queren. Sie verfügt außerdem über einen schwermetallfreien Unteranstrich, eine Kläranlage und LED-Beleuchtung.

Bettray dankte für die gute Zusammenarbeit der am Projekt beteiligten Unternehmen, deren Repräsentanten genauso wie die FBS-Mitarbeiter undr Vertreter von Politik und Wirtschaft aus ganz Deutschland zu den Gästen der Fährtaufe gehörten.

Zum dritten Mal habe nach der europaweiten Ausschreibung wieder die Tangermünder SET-Werft den Bau einer FBS-Fähre übernommen und sich genau wie die anderen daran beteiligten Firmen als zuverlässiger Partner erwiesen. Budget und Zeitplan des am 5. Januar an der Elbe vom Stapel gelaufenen Schiffs wurden eingehalten, hieß es.

Besondere Anerkennung fand, dass die FBS seit 2011 rund 14 Millionen Euro aus eigener Kraft in die Erneuerung ihrer Flotte investiert hat. Die „Farge“ sei nach der „Lemwerder II“ und der „Stedingen“, die 2011 und 2014 in Betrieb genommen wurden, nun das dritte neue Schiff, das Bremen und die Wesermarsch verbindet. Aufgrund seiner umweltfreundlichen Technologie wurde das neueste Projekt mit 302 000 Euro vom Bundesverkehrsministerium gefördert.

Nachdem die Sektflasche dank des „Taufomats“ planmäßig zerschellt und der Schulschiffchor seinen letzten Shanty geschmettert hatte, gab es Gelegenheit, einen Blick in die Bereiche zu werfen, die den Passagieren normalerweise verschlossen sind.

Seit Montag ist das neue Fährschiff, das bereits Mitte vergangener Woche die ersten Passagiere und Fahrzeuge befördert hat, nach der Taufzeremonie nun wieder planmäßig im Einsatz.


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