Berne Kilometerlange Sandstrände, an denen es sich herrlich buddeln, baden oder den vorbeifahrenden Schiffen hinterher träumen lässt, Ruhe in der Natur und ein guter Ausgangspunkt für Radtouren zu vielen Zielen, dazu ein gepflegter Platz, der bestens ausgestattet ist – was braucht man da Meer, finden viele der Urlauber, die einmal ihre mobile Behausung auf dem Campingplatz an der Juliusplate aufgeschlagen haben.

Rund 15 000 Übernachtungen zählt der Campingplatz von Christel und Olaf Brammer inzwischen in jeder Saison. Viele der Gäste, so wie Familie Rosenke, gehören zu den Dauercampern. Fast jedes Wochenende und jetzt in den Ferien sogar drei Wochen am Stück, zieht es die Osnabrücker an die Weser. „Der Strand ist für die Kinder einfach toll. Aber auch die familiäre Stimmung hier mögen wir sehr. Und von Osnabrück aus ist es schließlich nur ein Katzensprung“, schwärmt Vater Uwe Rosenke.

Gerne nutzt die Familie die Campingplatzbesuche als Ausgangspunkt für Ausflüge in die Umgebung. Viel gibt es dort zu entdecken.

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„Wir hatten den Tipp von Freunden“, erzählt eine Gruppe von drei Paaren, die erstmals mit Zelten und Wohnwagen einen Wochenendausflug nach Berne gemacht hat. „Das war eine herrlich kurze Anfahrt und der Strand hier ist geradezu karibisch“, sind die Freunde, die aus Stuhr kommen, begeistert.

Sowohl Sonne als auch Schatten und vor allen Dingen Ruhe bieten die dreieinhalb Hektar am Weserstrand mit ihrem alten Baumbestand inmitten der Natur. Statt lautstarkem Animationsprogramm gibt es beispielsweise über 50 Vogelarten oder Fledermäuse, die sich beobachten lassen. Nachtigall, Haubentaucher oder Waldohreule gehören genauso dazu, wie Reiher, die im angrenzenden See auf Jagd gehen. Bei der aktiven, älteren Generation genauso wie bei jungen Familien kommt das gut an, weiß Olaf Brammer, der den Platz zusammen mit seiner Frau vor 35 Jahren pachtete.

Aus allen Teilen der Bundesrepublik, den Beneluxländern, der Schweiz, Skandinavien, Australien und häufig aus den Niederlanden stammen die Gäste, die es schätzen, auf der Juliusplate ihren Lebensalltag zu entschleunigen. Langweilig wird es trotzdem nicht, denn auf Wunsch gibt es von Christel Brammer Veranstaltungstipps oder Ausflugsziele.

Für Radwanderer haben Brammers immer ein Plätzchen auf dem parkähnlichen Gelände frei. Die vielen interessanten Begegnungen machen den Reiz des Jobs aus, verrät Olaf Brammer, der wie seine Frau vom 1. April bis zum 30. September täglich von morgens bis in den späten Abend im Einsatz ist und jede Menge Freude daran hat.

Auch wenn er in seinem nächsten Leben auf jeden Fall wieder einen Campingplatz betreiben würde, wie Brammer beteuert, denkt er aktuell an den wohlverdienten Ruhestand. Doch einen Nachfolger zu finden, der bereit ist, das in jahrelanger Arbeit entstandene Areal mit Rezeption, Laden, Spielplatz und vier Sanitätshäusern zu übernehmen, ist nicht einfach.

Er sei sogar bereit, ein Jahr unterstützend zur Seite zu stehen. „Schließlich muss der Nachfolger nicht die gleichen Anfangsfehler machen wie ich“, sagt er. Erst mal genießen er und seine Frau Christel aber noch den Sommer mit vielen netten Campern.

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