Rodenkirchen Auf dem Weg zur Zertifizierung als Fairtrade-Kommune hat die Gemeinde Stadland eine weitere Hürde genommen. Denn im Rathaus ist jetzt die Steuerungsgruppe zu ihrer konstituierenden Sitzung zusammengetreten.

Aufgaben des siebenköpfigen Gremiums, das Ulrike Riesener vom Weltladen der evangelischen Kirchengemeinde Rodenkirchen leitet, sind insbesondere die Koordinierung der Aktivität und die Prüfung der einzuhaltenden Kriterien.

Neben Ulrike Riesener gehören Anke Coldewey (Leiterin des Cafés der Seefelder Mühle), Petra Haase (Kirchengemeinde Rodenkirchen), Elke Kuik-Janssen (Leiterin der Grundschule Rodenkirchen), Marlies Pauer (Landfrauenverein Rodenkirchen), Ute Nordhausen (Leiterin der Tourismusinformation der Gemeinde Stadland) und Steinofenbäcker Klaus Wieting (Vertreter des Einzelhandels) der Steuerungsgruppe an. Damit ist auch die Forderung erfüllt, dass verschiedene Interessensgruppen in dem Gremium mitarbeiten.

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Fair im Rathaus

Im März hatte der Gemeinderat beschlossen, sich bei der Organisation Transfair mit Sitz in Köln für die Zertifizierung als Fairtrade-Gemeinde zu bewerben. Dabei entschied der Rat auch, dass bei seinen Sitzungen und denen seiner Ausschüsse sowie im Bürgermeisterbüro ein Fairtrade-Getränk und ein weiteres Produkt aus fairem Handel verwendet werden. Damit wurde das erste Kriterium für den Titel „Fairtrade-Gemeinde“ erfüllt.

Durch die Vernetzung mit anderen Gemeinden werde eine Fairtrade-Region Wesermarsch angestrebt, berichtete Klaus Rübesamen von einer Zusammenkunft mit seinen Amtskollegen. Bei einem Seminar habe man sich auf das gemeinsame Motto „Fair und Regional“ verständigt, denn es gehe um die Nachhaltigkeit bei der Produktion sowie um den fairen und partnerschaftlichen Umgang mit allen Beteiligten entlang der Wertschöpfungskette sowohl in den Entwicklungsländern als auch hier in der Region.

Ulrike Riesener wies auf die weiteren noch zu erfüllenden Voraussetzungen für die Anerkennung als Fairtrade-Gemeinde hin. In mindestens vier Einzelhandelsgeschäften sowie in zwei Cafés oder Restaurants in Stadland müssen gesiegelte Produkte aus fairem Handel angeboten werden. Zudem müssen in mindestens einer öffentlichen Einrichtung wie Schule, Verein oder Kirche Fairtrade-Erzeugnisse verwendet und Bildungsangebote zum Thema „fairer Handel“ stattfinden. Die Öffentlichkeit muss über alle Angebote auf dem Weg zur Fairtrade-Gemeinde – die Zertifizierung gilt für jeweils zwei Jahre – informiert werden.

Regionales ist teurer

„Wir sind dabei, komplett auf regionale Produkte umzustellen, stoßen dabei aber auf wirtschaftliche Probleme“, berichtete Anke Coldewey. So koste das halbe Kilogramm Butter aus regionaler Produktion 50 Cent mehr als die Butter im Supermarkt. „Es kann doch nicht sein, dass Weidelandmilch aus Süddeutschlang deutlich günstiger als die aus der Region ist“, kritisierte der Leiterin des Seefelder Mühlen-Cafés.

„Lebensmittel sind etwas ganz Kostbares. Wir müssen bereit sein, dafür auch etwas mehr zu bezahlen“, entgegnete Ulrike Riesener. Dafür müsse aber das Verständnis der Bürger vorhanden sein. Dies zu vermitteln, erfordere auch Veranstaltungen und Aktionen. Die Fairtrade-Gemeinde sei ein Baustein auf diesem Weg, ergänzte Elke Kuik-Janssen.

Vereine, Institutionen, Gewerbetreibende und Bürger, die die Steuerungsgruppe unterstützen möchten, können sich bei Ute Nordhausen in der Bürger- und Touristikinformation im Rathaus unter Telefon 04732/8989 melden.


Weitere Informationen zum Thema Fairtrade gibt es im Internet unter   www.fairtrade-deutschland.de 
Rolf Bultmann Nordenham / Redaktion Nordenham
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