Esenshamm „Vielen Dialyse-Patienten in der nördlichen Wesermarsch hatte die wohnortnahe Versorgung gefehlt“, erinnert sich Martina Ennen (53) aus Nordenham. Seit Eröffnung im Februar 2013 gehört die Pflegedienstleiterin zum Team der Dialyse-Praxis in Esenshamm. „Inzwischen hat sich eine familiäre Atmosphäre entwickelt, die viele Patienten sehr schätzen – auch Urlaubspatienten, die Ferien in Butjadingen machen“, sagt sie. Am Mittwoch hat das Praxis-Team mit Facharzt Dr. Stefan Zimmer (47) das fünfjährige Bestehen dieser Dialyse-Praxis gefeiert.

Kein Klinik-Gefühl

„Wir haben ein extrem gutes Klima im ganzen Team und das überträgt sich auf die Patienten. Sie fühlen sich hier offenbar sehr wohl“, bestätigt der Facharzt im Gespräch mit der NWZ. Ebenso wie die Pflegedienstleiterin sieht auch der Mediziner in dem Fehlen von Klinik-Atmosphäre einen Wohlfühlvorteil für Patienten.

Denn die 18 Dialyseplätze plus zwei Isolationsplätze befinden sich nicht in einer Klinik, sondern in drei umgebauten Klassenräumen der ehemaligen Grundschule in Esenshamm.

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Die Isolationsplätze sind für Patienten, die sich zum Beispiel mit Krankenhauskeimen, Hepatitisviren oder HIV infiziert haben.

Die Patienten kommen überwiegend aus Nordenham, Butjadingen und Stadland. Zurzeit besuchen etwa 40 Patienten dreimal in der Woche zur Blutwäsche die ehemalige Schule.

Wegen ihrer gestiegenen Anzahl ist die Mitarbeiterzahl von 13 auf 15 erhöht worden. Zum Team gehören: drei Servicekräfte, drei medizinische Fachangestellte, sieben Dialyseschwestern, ein Hausmeister und ein Facharzt.

Die vor fünf Jahren eröffnete Praxis ist eine von drei der „Nordseedialyse Jadebusen“. Der Hauptsitz ist im St.-Johannes-Krankenhaus in Varel, eine weitere Zweigstelle im Nordwest-Krankenhaus Sanderbusch. Den Dienst teilen sich vier Fachärzte für Innere Medizin und Nephrologie: Dr. Sabine Biernat, Manfred Küster, Dr. Stephan Hüls und Dr. Stefan Zimmer.

Stefan Zimmer ist überwiegend in Esenshamm tätig. Er war Oberarzt in einer Klinik, dann in eigener Praxis in Saarbrücken tätig. Im Juli 2013 ist er an die Nordsee gewechselt und in die Gemeinschaftspraxis „Nordseedialyse Jadebusen“ eingestiegen.

Diesen Wechsel hat er nicht bereut. Er mag den persönlicheren und längeren Kontakt mit Patienten, die vielfältigen medizinischen Aufgaben und auch die enge Zusammenarbeit, welche die drei Praxisstandorte mit den drei Kliniken in ihrer Nachbarschaft pflegen.

Notfall-Dialyse

Stefan Zimmer ist nicht nur für Patienten in der Esenshammer Praxis zuständig, sondern auch für die Notfall-Dialyse auf der Intensivstation der nur etwa 300 Meter entfernten neuen Helios-Klinik Wesermarsch in Esenshamm.

Zudem steht der Facharzt der Klinik auch bei Patienten mit Nierenschwäche beratend zur Verfügung. Die Zusammenarbeit mit der Helios-Klinik ist nach Inbetriebnahme des Neubaus in Esenshamm am 13. Mai vergangenen Jahres laut Stefan Zimmer noch enger geworden.

Zum breiten Spektrum diagnostischer und therapeutischer Angebote der Dialyse-Praxis in Esenshamm gehören:

-> Blutwäsche;

->Betreuung von Patienten der Klinik-Intensivstation;

->Bauchfell-Dialysetherapien (vorwiegend bei Patienten zu Hause);

->Betreuung von Patienten nach Transplantationen;

->Sprechstungen – überwiegend für Patienten, die eine Nierenerkrankung haben oder an Bluthochdruck leiden;

->Prophylaxe, Therapie und Nachsorge.

Horst Lohe Nordenham / Redaktion Nordenham
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