Nordenham „Die Liebe zum Züchten von Tauben ist wie ein Virus – man wird sie nicht mehr los“, sagte Werner Szendei. „Der eine besitzt Fische, ich züchte eben Tauben.“ Er holte sich am Wochenende den Pokal für die beste Gesamtleistung bei der vierten Arenaschau des Rassegeflügelzuchtvereins für Butjadingen mit Sitz in Nordenham.

Werner Szendei hatte 20 Liller Kröpfer-Tauben in schwarz in der Weser-Kleintier-Arena präsentiert. Er belegte zudem den zweiten Rang beim Leistungspreis mit Tauben vom RGZV Butjadingen und wurde Wesermarschmeister mit Tauben. Er lernte diese Vögel lieben, weil er schon mit Brieftauben aufgewachsen ist. Später habe er sich auf das Züchten von Rassetauben spezialisiert, weil diese weniger Training brauchen als Brieftauben. Diese Leidenschaft verfolgt Werner Szendei seit 30 Jahren. „Ich habe mich auf das Züchten von Kropftauben spezialisiert, weil sie eine elegante Erscheinung besitzen. Ihr Gefieder hat einen besonderen Glanz, und sie wirken sehr ästhetisch“, schwärmte der ehemalige Landes- und Kreismeister.

Jugendliche räumen ab

Natürlich gab es bei der Arenaschau nicht nur Tauben zu sehen. Vereinsvorsitzender Dirk Henken moderierte zum Auftakt die Ehrung der bestplatzierten Züchter. Zu den 45 Züchtern, die insgesamt etwa 450 Tiere ausgestellt hatten, gehörten auch sieben Jugendliche. Drei von ihnen – Eric Fink (Enten) sowie Despina und Quentin Janßen (Zwerghühner) – erhielten einen kleinen Pokal sowie einen Becher, auf dem die jeweils eigene Zuchtgeflügelrasse abgebildet war.

Der nicht anwesende Jasper-Fin Schröder gewann den Jugend-Arena-Cup und den Zuchtpreis für das beste Paar mit seinen Zwerg-Brahma-Hühnern. Tilo Tönnies wurde Jugend-Wesermarsch-Meister und erhielt ebenfalls den Jugendwanderpokal der Stadt Nordenham für seine blau-gesäumten Zwergaustralorps-Hühner. Der fünfjährige Jasper Röver erhielt auf seine Strasser-Tauben den Jugendkreisverbandsehrenpreis, weil seine Tiere die Note „hervorragend“ errungen hatten.

Jugendleiter Klaus Röver und Hans-Peter Seeland haben es sich zur Aufgabe gemacht, Nachwuchs für den Verein zu gewinnen. Dies sei ein schwieriges Unterfangen, weil viele Kinder heutzutage nicht die Möglichkeiten haben, Tiere zu halten. Deshalb sei es ihnen wichtig, Kindern bereits im frühen Alter Tiere näherzubringen. Sie luden Kindergärten aus der Umgebung zur Ausstellung ein, um ihr Interesse für die Rassegeflügelzucht zu wecken.

Außer den Jugendlichen wurden ebenfalls erfahrene Züchter ausgezeichnet. So gewann Gerold Böker den Wesermarsch-Pokal für seine Zwerg-Barnevelder-Hühner. Außerdem belegte er den ersten Platz beim Leistungspreis für Zwerghühner und gewann den Wanderpokal der Stadt Nordenham für das beste Jungtier. Mit seinen schwarzen Bantams wurde Herbert Brüning Wesermarsch-Meister für Zwerghühner und belegte den 2. Platz beim Leistungspreis. Außerdem wurde er zum Vereinsmeister gekürt.

Schau in Oldenburg

Wesermarsch-Meister auf Hühner wurde Bernd Büsing mit seinen goldbraunen New Hampshire. Den Arena-Cup ergatterte Ernst Eims mit seinen Kölner Tümmlern (Tauben), und er belegte Rang eins beim Leistungspreis für Tauben.

Den Leistungspreis für Hühner erhielt Fred Keup für seine Australorps. Karl-Heinz Klages belegte hierbei den dritten Platz mit seinen Zwerg-Wyandotten und erhielt den Seniorenpreis für das beste Geflügelpaar. Den Nachbar-Cup-Arenawanderpokal für das beste auswärtige Tier erhielt Helmut Scholz auf seine Strasser. Hans-Peter Seeland gewann zudem den Leistungspokal für Vereinsmitglieder auf rote Strasser.

Interessierte können Mitte Dezember die Kreisverbandsschau in Oldenburg besuchen. Dort findet ein Aufeinandertreffen verschiedener Geflügelrassen und deren Besitzer samt Ehrung statt.

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