Elsfleth Das Biomasse-Heizkraftwerk der Elsflether Bioenergie (EBE) GmbH hat schon im ersten Jahr ein positives Betriebsergebnis erzielt. Im vierten Quartal 2014 in Betrieb genommen, sei schon Gewerbesteuer in einem sechsstelligen Betrag an die Stadt Elsfleth überwiesen worden, sagte EBE-Geschäftsführer Günter Fölting am Mittwoch.

Die EBE betreibt ein Biomasse-Heizkraftwerk, das mittels Kraft-Wärmekopplungstechnologie gleichzeitig Strom und Prozessdampf erzeugt. Wie das Verfahren funktioniert, darüber informierten sich gestern fünf Mitglieder von Bündnis 90/Die Grünen. Die Bundestagskandidatin Christina-Johanne Schröder und der Landtagskandidat Dragos Pancescu wurden begleitet von den beiden Elsflether Stadträten Gudrun Göhr-Weber und Thomas Wenzel sowie von Hans-Otto Meyer-Ott, Mitglied des Braker Stadtrates.

Die EBE ist erfolgreich. Das Kraftwerk produziert Wärme und Strom, wobei der Strom ins EWE-Netz eingespeist wird. Mit Prozessdampf wird die Produktion von Omni-Pac versorgt. Rund 90 000 Tonnen Biomasse (lufttrocken) werden nach den Worten von Günter Fölting jährlich dazu benötigt. Verwendet wird naturbelassenes Holz: so genanntes Landschaftspflegematerial und Waldrestholz aus einem Umkreis von 100 Kilometern. Sehr viel Biomasse komme aus den Niederlanden und aus dem Bremer sowie Oldenburger Raum, merkte Günter Fölting an. „Wir müssen regional bleiben, sonst rechnet sich das nicht.“

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Für die Anlieferung ist die Firma Brüning Megawatt GmbH mit Sitz in Ritterhude zuständig. Es gebe bis zu 80 unterschiedliche Lieferanten, führte Günter Fölting weiter aus. Das Material, das eine Feuchte von durchschnittlich 40 Prozent aufweist, wird mit Lastkraftwagen angeliefert und im Kraftwerk auf etwa 30 Prozent an Feuchtigkeitsanteil getrocknet, um es dann weiter zu verwenden.

Das Ergebnis ist beachtlich. An Prozesswärme fallen jährlich etwa 60 000 Tonnen Dampf an bei einem Druck von zehn Bar. Gleichzeitig werden 43 800 Megawattstunden Strom produziert. Etwa 5000 Tonnen an Asche fielen als Verbrennungsrückstände an, die gesondert entsorgt werden müssten, so der EBE-Geschäftsführer.

Es gibt keine kontinuierliche Dampfproduktion, weil Omni-Pac die Produktion an den Wochenenden meist herunterfährt. Die EBE hänge an deren Tropf, erwähnte Günter Fölting zwar. Der Vertrag mit Omni-Pac sei jedoch bis 2034 gültig. Aber auch die EBE kann nicht immer liefern. Bei der jährlichen Revision oder bei anderen betriebsbedingten Stillständen gebe es eine Erdgasdampferzeugeranlage, so Günter Fölting.

Am Standort in Elsfleth sind elf Arbeitsplätze entstanden. Der Betrieb des Kraftwerks läuft rund um die Uhr. „Die Welt muss sauberer werden“, sagte Günter Fölting und verwies auf die beiden Anteilseigner der EBE: die Koehler Renewable Energy mit Sitz in Oberkirch, die 74,9 Prozent hält, sowie die Hamburg Energie GmbH mit einem Anteil von 25,1 Prozent.

Als eine Perle der Erneuerbaren Energien bezeichnete Dragos Pancescu die EBE nach dem Besuch. Man bräuchte viel mehr dieser Unternehmen, die vor Ort Energie anböten.

Ulrich Schlüter Elsfleth / Redaktion Brake
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