Elsfleth Ab dem 1. Januar 2018 berechnet der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) in Elsfleth getrennte Entgelte für Schmutz- und Niederschlagswasser. Der Rat hat eine entsprechende Vereinbarung einstimmig beschlossen.

„Wir sind rechtlich verpflichtet, in Elsfleth künftig ein getrenntes Entgelt für Schmutz- und Niederschlagswasser zu berechnen“, erläutert Olaf Sonnenschein, Regionalleiter des OOWV für die Landkreise Wesermarsch und Cuxhaven. Ein einheitliches Entgelt sei nur gestattet, wenn der Kostenanteil der Regenwasserbeseitigung weniger als zwölf Prozent ausmache. In Elsfleth liegt dieser jedoch aufgrund jetzt erforderlicher Investitionen höher.

„Künftig wird das Entgelt gerecht nach dem Verursacherprinzip ermittelt“, ergänzt Claus Barwig, Bereichsleiter Kundenbetreuung und Geschäftsentwicklung beim OOWV. Die Stadt werde aufgrund ihres hohen Anteils an Grundstücken und versiegelter Flächen stärker in die Verantwortung genommen. Auch private und gewerbliche Grundstückseigentümer müssten das Entgelt gemäß der Größe ihrer überbauten und befestigten Flächen zahlen.

Für die konkrete Berechnung werden die an den Kanal angeschlossenen versiegelten Flächen betrachtet. „Wir schreiben alle Grundstückseigentümer an und bitten, die erforderlichen Daten mitzuteilen. Eine Rückmeldung ist allerdings nur erforderlich, wenn sich die vor einigen Jahren übermittelten Daten geändert haben“, sagt Claus Barwig. Zusätzlich wird der OOWV Bürgersprechstunden im Rathaus anbieten und dort Auskünfte zu diesem Thema geben oder behilflich sein beim Ausfüllen des Fragebogens. Die Termine werden rechtzeitig bekannt gegeben. Darüber hinaus gibt es ab sofort die Möglichkeit, sich an den Kundenservice zu wenden: Telefon  0800/1801201 (per E-Mail unter (kundenservice@oowv.de).

„Die Anforderungen an die Beseitigung von Niederschlagswasser werden immer höher“, sagt Olaf Sonnenschein. Beispielhaft nennt er häufiger auftretende Starkregenereignisse. „Der OOWV wird in Elsfleth in den kommenden Jahren umfangreiche leitungstechnische Maßnahmen umsetzen“, kündigt der Regionalleiter an. Hierzu zähle bereits der jetzige Neubau eines Regenwasserkanals in der Wurpstraße für rund eine halbe Million Euro.

Zukünftig werde auch der Bereich Hafenstraße über die Wurpstraße in das Wurplandtief entwässert. Dort folgt im kommenden Jahr eine weitere Baumaßnahme. Anschließend seien die Steinstraße und der Rittersweg im Rahmen eines Fünf-Jahres-Plans an der Reihe – alles in enger Abstimmung mit der Stadt Elsfleth. „Die Leistungsfähigkeit der Regenwasserkanalisation wird erheblich gesteigert“, versichert Olaf Sonnenschein.

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