Elsfleth Vor bösen Überraschungen in der Bauphase ist man nicht gefeit. Erst recht nicht, wenn eine Grube ausgehoben werde muss, um der Sache auf den Grund gehen zu können. Das bewahrheitete sich jetzt an der Oberrege in Elsfleth bei der Freilegung eines Regenwasserrohres.

Bei der Baubesprechung an der Oberrege in Höhe des Rewe-Neubaus schauten acht Augenpaare in die 2,50 mal 2,50 Meter tiefe Grube. In etwa zwei Metern Tiefe war ein Stück des Rohres zu sehen, das unter der Bundesstraße 212 verläuft und das Regenwasser vom Rewe-Gelände abführt. Womit man nicht gerechnet hatte: Der gemauerte Abfluss ist mit einer dicken Betonschicht ummantelt. „Manchmal findet man Dinge vor, die sich anders darstellen als vermutet“, sagte Olaf Sonnenschein dazu. Er ist Regionalleiter des Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverbandes (OOWV).

Geplant war, von der östlichen Seite auf dem Rewe-Gelände mittels Rohr-Pressverfahren einen neuen Abwasserkanal unter die Bundesstraße zu legen. Neben dem alten Rohr sollte das neue Stück auf die westliche Seite führen und schließlich ins Wurplandtief entwässern. Mit einer Kamera war zuvor die Beschaffenheit des mehr als 50 Jahre alten Rohres geprüft und auch für gut befunden worden. Es sollte jedoch durch ein neues Rohr ersetzt werden. „Jetzt werden Optionen geprüft. Denn so kommen wir nicht weiter“, waren sich auch Achim Dellinger und Karsten Jüchter (beide OOWV) einig.

Die Maschine, mit der ein neues Rohr verlegt werden sollte, baut einen Druck von 60 Tonnen auf. Ein Techniker gab zu bedenken, dass der Bohrer, wenn er auf den Betonmantel trifft, abgelenkt würde. Im schlimmsten Fall könnte sich die Fahrbahn aufwölben, so etwas sei andernorts schon vorgefallen.

Um sich ein genaueres Bild zu verschaffen, wurde laut Olaf Sonnenschein auch an der westlichen Seite in Höhe des Rewe-Neubaus eine Grube ausgehoben. Es stellte sich heraus, dass der Betonmantel eine viel größere Fläche ausfüllt als gedacht. Das zunächst vorgesehene Rohr-Pressverfahren wurde deshalb verworfen.

Um die Fläche auf der östlichen Seite entwässern zu können, wird nun der alte Abfluss genutzt, indem ein kleineres Rohr eingezogen wird. „Das passt noch“, so Olaf Sonnenschein. Der Durchmesser reiche für den Abfluss aus.

  Verkehrsteilnehmer müssen sich auf der B 212 in Elsfleth nun weiter auf Behinderungen einstellen. Die Erneuerung des Regenwasserkanals, der die Bundesstraße in Höhe des Rewe-Marktes unterquert, wird sich noch etwas hinziehen. Die Arbeiten führen zu einer einseitigen Straßensperrung in Fahrtrichtung Berne.

Der OOWV nutzt den Neubau des Supermarkts und die Neugestaltung des Parkplatzes, um marode Entwässerungskanäle auszutauschen. Eine Ampelanlage regelt den Verkehr.

Ulrich Schlüter Elsfleth / Redaktion Brake
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