Elsfleth Artenvielfalt bildet die Basis unserer Existenz. Ihr Rückgang ist mittlerweile ein bekanntes Problem. Um dieser negativen Entwicklung entgegenzuwirken, haben der Naturschutzbund (Nabu) und der Sportfischerverein Elsfleth mit dem Aufstellen einer Nisthilfe für Eisvögel nun einen Beitrag geleistet, um die Ansiedlung dieser Vogelart zu unterstützen.

Doch ist dies nicht die erste Kooperation. So beschlossen beide Organisationen bereits im Mai enger zusammenzuarbeiten. Im Juni begann die erste Aktion, als es darum ging, im Schwalbenschutz tätig zu werden. So montierten die Angler vom Sportfischereiverein am vereinseigenen Haus die vom Nabu gesponserten Schwalben-Nisthilfen.

Aktuell steht nun die Eisvogel-Nisthöhle im Fokus, um die Population dieser Vogelart hochzuhalten. Dieser pfeilschnell fliegende Vogel hat einen kurzen und gedrungenen Körper mit kurzen Beinen, kurzen Schwanzfedern und breiten Flügeln. Die Oberseite wirkt je nach Lichtverhältnissen kobaltblau bis türkisfarben, auf dem Rücken befindet sich ein leuchtend blauer Streifen.

Er ernährt sich von kleinen Fischen, Wasserinsekten, Larven, Kleinkrebse und Kaulquappen. Die Jagdmethode ist das Stoßtauchen von einer passenden Sitzwarte aus. Darum ist es auch sehr wichtig, den richtigen und passenden Standort für die Brutstätte auszumachen.

Den idealen Platz für die Nisthilfe fanden die Naturschützer am Elsflether Kanal, wo der Röhrenkorpus am Ufer unter einem Baum angebracht wurde. Die 50 kg schwere Eisvogel-Nisthöhle hat eine Außenschale aus naturgetreuem braunen Lehmputz, damit sich diese harmonisch ins Landschaftsbild einfügt. Nun hoffen die Verantwortlichen, dass diese Röhrenhöhle auch recht bald von den Eisvögeln angenommen wird. Erfahrungsgemäß brüten Eisvögel zwei-, bei einem langen Sommer, bis zu dreimal im Jahr.

Erfreulicherweise hat sich der Eisvogelbestand um Elsfleth in den letzten 20 Jahren gut entwickelt. In zahlreichen Naturspaziergängen konnten dabei insgesamt acht Eisvogelreviere beobachtet werden. Wenn man bedenkt, dass ein Eisvogelpaar für sein Revier eine Länge von 500 bis 1000 Metern am Wasserlauf beansprucht und verteidigt, so ist hier von einer intakten Natur sowie einer guten Wasserqualität auszugehen.

Darüber hinaus leistet aber auch der Sportfischerverein unter der Leitung von Sven Kahnke mit seinen Hege- und Pflegearbeiten und dem alljährlichen Besatzmaßnahmen einen nicht unerheblichen Beitrag, damit der Eisvogel sich hier wohl fühlt.

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