Elsfleth /Brake Seit dem Skandal um die Sanierung des Segelschulschiffes „Gorch Foch“ ist die Elsflether Werft in den Schlagzeilen. Auf einer vorgezogenen Betriebsversammlung sind die 120 Mitarbeiter am Donnerstagvormittag über die aktuelle Lage informiert worden. Auch der neue Vorstandschef der Werft, Axel Birk, war dabei.

Die Elsflether Werft ist einer der größten Arbeitgeber in Elsfleth. Alleinige Anteilsinhaberin der Traditionswerft ist faktisch die Sky-Stiftung.

Teilnehmern zufolge war die Stimmung bei der Betriebsversammlung gedrückt. Vorstandschef Birk motivierte die Beschäftigten und erklärte, dass alle Aufträge weiter abgearbeitet werden und neue Aufträge angestrebt werden. Man müsse das Vertrauen wieder herstellen, auch das der Marine.

Aus dem Verteidigungsausschuss hieß es bereits am Vortag, dass die Sanierung der maroden „Gorch Fock“ in dem Dock in Bremerhaven fortgesetzt wird – zumindest bis das Schiff wieder schwimmfähig ist. Eine Kostenexplosion und Korruptionsvorwürfe belasten das Projekt zuletzt massiv.

„Es war gut, dass sich die neue Geschäftsführung und der Vorstand so schnell vorgestellt haben. Das war ein erster Schritt in die richtige Richtung. Es ist wichtig, dass die Belegschaft in diesen unruhigen Zeiten motiviert wird“, sagte Jochen Luitjens von der IG Metall Wesermarsch gegenüber der NWZ.

Nachdem am Mittwochnachmittag die Internetseite der Werft nicht mehr erreichbar war, kam am Abend die Nachricht: Aufsichtsrat und Vorstand wurden abberufen. Am Donnerstag war der Internetauftritt wieder freigeschaltet – jetzt mit neuem Vorstand. Gegen den bisherigen Vorstand hat die Staatsanwaltschaft Hamburg Ermittlungen wegen des Verdachts auf Untreue eingeleitet.

Neben dem Elsflether Standort hat die Werft auch auf dem Gelände der früheren Lühring-Werft in Brake Büros eröffnet. Hier sind noch fünf weitere Unternehmen niedergelassen.

Friederike Liebscher Berne/Lemwerder / Redaktion Brake
Ulrich Schlüter Elsfleth / Redaktion Brake
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