Elsfleth /Berne /Lemwerder Das Unternehmen EWE Netz versorgt erste Ortsteile von Berne, Elsfleth und Lemwerder mit H-Erdgas, das aus Norwegen, Russland und Großbritannien stammt. Für EWE Netz ist das aber nur der Auftakt: In den nächsten Monaten wollen die Oldenburger der gesamten Wesermarsch die Erdgasversorgung sichern. Denn die Niederlande, der bisherige Erdgas-Lieferant für den Nordwesten, fallen bereits in wenigen Jahren aus.

EWE Netz erhielt daher einen gesetzlichen Bundesauftrag, den ganzen Nordwesten auf das alternative H-Erdgas umzustellen. Insgesamt sind in Deutschland über vier Millionen Verbraucher in mehreren Bundesländern von dem Gaslieferstopp der Niederlande betroffen. In der Wesermarsch begannen die ersten Arbeiten für das Projekt bereits im Frühjahr 2019.

Unter anderem sind die Unternehmen Rehau AG + Co in Brake sowie CDL Omni-Pac aus Elsfleth für ihre Produktionsstraßen auf eine zuverlässige Erdgasversorgung angewiesen.

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Damit die Gasgeräte das H-Erdgas sicher und sauber verbrennen können, muss EWE Netz sie technisch anpassen. Das übernehmen Gasmonteure mit ihren Service-Besuchen. „Wir beachten bei allen Besuchen die Hygiene-Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts sowie EWE-Vorschriften“, erläutert Projektleiter Kai Janßen.

Noch an der Haustür sprechen die Gasmonteure mit den Kunden über den möglichen Ablauf des Besuchs. Zusätzlich tragen die Monteure Schutzmasken sowie Handschuhe und haben Desinfektionsmittel dabei.

Kai Janßen betont aber auch: „Falls wir ein Kundengerät nicht anpassen dürfen, könnte es unter Umständen erheblichen Schaden nehmen, sobald H-Gas in das Gerät einströmt.“ Für den betroffenen Kunden könnte damit sogar ein Sicherheitsrisiko entstehen. Sollte ein Kunde die Monteure daher nachhaltig nicht in sein Haus lassen, sei EWE Netz durch Verordnungen verpflichtet, diesen Kunden zu seiner eigenen Sicherheit vom Gasnetz zu trennen.

Alternativ könne das Unternehmen die Haustür des Kunden mit einem Gerichtsbeschluss und Polizei öffnen lassen, um das Gasgerät anpassen zu können. Sämtliche Kosten, die daraus entstehen, gingen dann zu Lasten des Kunden.

Weit über 20 000 verschiedene Arten, Typen und Modelle an Erdgasgeräten setzen deutsche Haushalte ein. „Und nahezu jedes Gasgerät muss technisch individuell angepasst werden“, erklärt Janßen. EWE Netz orientiert sich bei allen Arbeiten an dem Regelwerk des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfaches (DVGW) sowie an einer speziellen Datenbank des DVGW. Unter anderem speisen die Gerätehersteller sowie über 40 deutsche Gasnetzbetreiber dieses System mit ihren Informationen.

Bereits Ende Juni hatten die Oldenburger weitere Ortsteile von Berne, Elsfleth und Lemwerder sowie erstmals Teile von Brake und Ovelgönne auf H-Gas umgeschaltet.

Die eingesetzten Gasmonteure arbeiten sich derzeit in der Wesermarsch weiter und schließlich in Richtung Nordseeküste vor.

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