Einswarden Mit einem „Werbemittel“ der besonderen Art haben am Sonnabend viele der rund 20.000 Besucher des Familientages das Einswarder Werk von Premium Aerotec (PAG) verlassen. Es handelte sich dabei nicht um ein Flugzeugmodell, sondern um ein Glas Honig. Dass die Nordenhamer Flugzeugbauer seit gut einem Jahr auch Honig produzieren, war jedoch nur eine von vielen Veränderungen, die die Gäste verblüfften. Vor allem ehemalige Mitarbeiter des Unternehmens, die ihren früheren Arbeitsplatz kaum wieder erkannten, zeigten sich von der technischen Entwicklung der Fertigungs- und Produktionseinrichtungen sowie von der Ausweitung der Betriebsstätten überrascht.

Lob für Organisatoren

Auch der Dauerregen konnte nicht verhindern, dass der von einem Team um Anke Schäfer, Birgit Menzel und Jens Rose organisierte Familientag zu einem großen Erfolg wurde, wofür es dann von allen Seiten auch viel Lob gab. Wegen des Regens blieben die Fahrradstände zwar weitestgehend ungenutzt, jedoch gab es kaum noch einen freien Autoparkplatz im Stadtteil Einswarden. Die Anwohner hatte Werkleiter Cord Siefken im Vorfeld per Brief um Verständnis für etwaige Unannehmlichkeiten gebeten.

Zeitweise ließen Polizei und Feuerwehr kein Fahrzeug mehr über die Werftstraße nach Einswarden hinein. Die äußeren Fahrspuren der Martin-Pauls-Straße wurden als Parkflächen genutzt, so dass viele Besucher einen langen Fußmarsch zum Werk in Kauf nehmen mussten. Lange Wege mussten die Gäste auch auf dem 600 000 Quadratmeter großen PAG-Areal zurücklegen, um die Produktions- und Fertigungseinrichten sowie Ausbildungs- und sonstigen Betriebsstätten in über zehn großen Hallen und Gebäuden in Augenschein zu nehmen.

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Kids üben am Flugsimulator

Bei dem Familientag war für jeden etwas dabei: Alle Fertigungsbereiche inklusive der Hallen, in denen die großflächigen Rumpfschalen für den doppelstöckigen Airbus 380 sowie die CFK-Rumpfschalen für die A 350 gefertigt und auch komplett montiert werden, waren für die Besucher des Familientages zur Besichtigung geöffnet.

Mitarbeiter aus den jeweiligen Bereichen beantworteten die Fragen interessierter Besucher. Zum Teil wurden auch die mit Robotern, Laserstrahltechnik und anderen HighTech-Anlagen automatisierten Fertigungsgänge demonstriert. Ergänzt wurden die vielen Informationen durch Filmvorführungen.

Wer das Einswarder PAG-Areal aus der Vogelperspektive betrachten wollte, hatte dazu Gelegenheit in einer Gondel, die von einem Autokran 40 Meter in die Höhe gehievt wurde. Trotz des Regenwetters wurde auch von den Hubschrauber-Rundflügen reichlich Gebrauch gemacht. In zwei Flugsimulatoren versuchten sich insbesondere etliche Kinder als Pilot.

Die Kinder konnten sich zudem in einem Spiele- und Kletterpark vergnügen. An Ständen informierten der Betriebsrat und das Gesundheitsmanagement über ihre Arbeit. Auch die Motorradsparte der PAG-Betriebssportgemeinschaft präsentierte sich mit einer Ausstellung ihrer Zweiräder. Modellflugzeugbauer demonstrierten die Flugeigenschaften ihrer ferngesteuerten Bauten. Ausstellungen zeigten unter anderem die Geschichte des Standortes und der Ausbildung.

Musikalisch unterhalten wurden die Gäste vom Nordenhamer Shantychor, von der Nachwuchsband Hard Birth und zum krönenden Abschluss, sogar bei Sonnenschein, von der Partyformation Prime Time.

Honig aus Lehrwerkstatt

Der als „Werbemittel” an Besucher verkaufte und an die Ehrengäste des Familientages verschenkte Honig ist übrigens das Ergebnis eines Projekts der Einswarder PAG-Lehrwerkstatt. Deren Leiter Olaf Heinrichs – ein engagierter Hobby-Imker – hatte im vergangenen Jahr einige Bienenvölker auf dem Areal stationiert, die von den Auszubildenden des ersten Lehrjahres betreut wurden. Die Bienen sind Teil des Umweltschutzprogrammes des Werkes.

Die Untersuchung der Honigproben liefert Hinweise auf Schadstoffe, die in dem Werk anfallen. Solche konnten bislang in dem „Premium-Honig” nicht festgestellt werden.

Rolf Bultmann Nordenham / Redaktion Nordenham
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