Einswarden Ein wichtiger Schritt hin zu einer breiteren Aufstellung des 2011 eröffneten Technologiezentrums Nordenham (TZN) im Stadtteil Einswarden ist getan. Rund 80 Teilnehmer, darunter viele Unternehmer aus Industrie und Handwerk der Region Bremen/Oldenburg, haben am Dienstag an einem besonderen Workshop im TZN teilgenommen.

Auftaktveranstaltung

Das war die Auftaktveranstaltung zu einem Branchendialog. Dabei geht es um flexible und effiziente Produktion von Großstrukturen in Leichtbauweise – nicht nur für die Luftfahrtindustrie, sondern auch für maritime Wirtschaft, Windkraftindustrie und den Automotive-Bereich.

Bezüglich der Luftfahrtindustrie sind im TZN in Einswarden zugunsten des benachbarten Werkes des Flugzeugstrukturen-Herstellers Premium Aerotec bereits erfolgreich Forschungsreihen realisiert worden.

Premium Aerotec arbeitet hier an weiteren anwendungsorientierten Vorhaben. Das TZN hat aber noch Kapazitäten frei, um sich breiter aufzustellen und auch Projekte anderer Unternehmen aus anderen Branchen zu gewinnen.

Alle diese Branchen stehen, so die Veranstalter des Branchendialogs, vor ähnlichen Herausforderungen – wie etwa bei der Kostenreduzierung, effizienterer Produktion sowie Herausforderungen in Bezug auf Industrie 4.0 und Digitalisierung.

Besondere Anforderungen stellen sich zudem bei der Gewinnung und Weiterbildung von Fachkräften.

Diesen Branchendialog haben die norddeutschen Industriecluster Maritimes Cluster Norddeutschland, Kompetenzzentrum GreenShipping, Automotive Nordwest, das Oldenburger Energiecluster (OLEC) und die Luftfahrtinitiative Niedersachsen Aviation eingerichtet – gemeinsam mit dem Technologiezentrum Nordenham.

Die Auftaktveranstaltung am Dienstag ist von der Metropolregion Nordwest gefördert worden. Geschäftsführerin Dr. Anna Meincke begründete die Unterstützung gegenüber der NWZ so: „Es geht darum, verschiedene Akteure aus unterschiedlichen Branchen zusammenzubringen und vielfältige Sichtweisen und Innovationen anzustoßen.“ Das Ziel sei, neue Projekte hervorzubringen – nicht nur, aber auch für das Technologiezentrum Nordenham.

Deshalb freue sie sich, so Anna Meincke, dass ganz viele Unternehmer aus der Metropolregion zu dieser Veranstaltung nach Einswarden gekommen sind.

Wie fällt für andere Beteiligte am Ende dieses Tages die Bilanz aus?

„Es hat sich gezeigt, dass das Nordenhamer Technologiezentrum eine Drehscheibe sein kann, die die Fäden zusammenbringt“, sagt Dr. Michael Preikschas, Berater für Wissens- und Technologietransfer der JadeBay GmbH.

Neue Interessenten

„Das war ein guter Auftakt, um neue Interessenten für Nordenham zu gewinnen. Dieser gut gestartete Prozess muss jetzt verstetigt werden“, sagt Dr.-Ing. Gregor Drabow aus Hannover, Moderator der Veranstaltung. Ähnlich Moderator Marc Bochinger aus der Geschäftsführung der Nordenhamer Firma A & T: „Alle Teilnehmer waren sehr interessiert und haben sich aktiv beteiligt.“

„Dieses Technologiezentrum hat Potenzial, um zu einer Anlaufstelle in der Region für das Themenfeld Digitalisierung und Bildung zu werden“, so Dr. Marian Köller von der Geschäftsleitung der Digitalagentur Niedersachsen.

Es komme darauf an, beide Seiten zu bündeln – sowohl Anbieter der speziellen Technologien als auch Nachfrager aus verschiedenen Wirtschaftsbranchen. „Dabei zählt, ob sich das wirtschaftlich lohnt. Das Technologiezentrum Nordenham kann eine wichtige Schnittstellenfunktion übernehmen. Dafür war diese Veranstaltung genau richtig. Nachfolgerunden sollten folgen“, meint Dr. Frank Oppenheimer, Bereichsleiter bei OFFIS (Institut für Informatik) in Oldenburg.

Der Geschäftsführer des Nordenhamer Technologiezentrums, Jürgen B. Mayer, sieht ebenso positive Ergebnisse und freut sich: „Alle haben gesagt, wir sollten unbedingt weitermachen.“

Horst Lohe Nordenham / Redaktion Nordenham
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