ECKWARDEN Zur Lebensqualität im Ferienort Eckwarden gehörten intakte und sichere Wege für Bewohner, Tourismus und Landwirtschaft. Der von der Dorfmitte zum Deich führende Spieker Weg werde von rücksichtlosen Autofahrern jedoch zur Gefahrenstrecke gemacht. Diese Situation müsse dringend verbessert werden, fordern die Anwohner und haben deshalb Radarkontrollen und eine Geschwindigkeitsbegrenzung beantragt.

Damit beschäftigte sich jetzt der Butjadinger Gemeinderatsausschuss für Bauwesen und Landwirtschaft. Dessen Mitglieder nahmen nach ihrer Sitzung im Burhaver Rathaus den Spieker Weg auch in Augenschein. In welcher Form die Gemeinde den Antrag der Anwohner unterstützen wird, soll der Gemeinderat erst nach Vorlage der Ergebnisse der vom Landkreis für Ostern angekündigten Verkehrszählung und Geschwindigkeitsmessung entscheiden.

Verkehrsbehörde gefragt

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Beim 1,7 Kilometer langen Spieker Weg handelt es sich zwar um eine Gemeindestraße, für die eine Geschwindigkeitsbegrenzung aber nur von der Verkehrsbehörde des Landkreises Wesermarsch angeordnet werden kann. Dafür sollen die Verkehrszählung und die Geschwindigkeitsmessung die erforderlichen Argumente liefern.

Die hatte es bereits zum Jahreswechsel 2009/2010 gegeben. Dabei wurde ermittelt, dass der Spiekerweg täglich von rund 200 Fahrzeugen aller Art befahren wird. 25 Prozent der Fahrer war im innerörtlichen Teil des Spieker Wegs zu schnell unterwegs, wobei eine Spitzengeschwindigkeit von 93 bei maximal erlaubten 30 km/h gemessen wurde. Die Verstöße wurden insgesamt aber als nicht signifikant bezeichnet.

Ein großes Problem des Spieker Weg sei, dass innerorts die Geschwindigkeit auf 30 km/h begrenzt ist, für den außerhalb des Ortes gelegenen Streckenabschnitt einschließlich des Bereiches vor der Ortseinfahrt keine Geschwindigkeitsbegrenzung angeordnet ist, verdeutlichten die beiden Anwohner Meic Stephan und Gerd Lübben während der Fachausschuss-Sitzung . Dies führe dazu, dass viele Autofahrer zu schnell in den Ort hineinfahren.

Auf Berme flüchten

Aber auch außerhalb des Ortes werde auf dem nur 3,30 Meter breiten Spieker Weg, der als Fahrradroute zwischen den Ferienorten gekennzeichnet ist, viel zu schnell gefahren, so dass Fußgänger und Radfahrer auf die Berme zwischen Fahrbahn und Graben flüchten müssen.

Unabhängigen-Ratsherr Lambertus Poll wies darauf hin, dass die Anordnung einer Geschwindigkeitsbegrenzung für den Spieker Weg bei den Anwohnern keine Hoffnungen wecken sollte, die nicht erfüllt werden können. Auch auf der Deichstraße zwischen Waddensersiel und Fedderwardersiel gelte eine Geschwindigkeitsbegrenzung, die aber von vielen Autofahrern trotz eines enormen Aufkommens an Fußgängern und Radfahrern nicht eingehalten werde.

Auch wenn man mit solchen Geschwindigkeitsbegrenzungen nicht alle Autofahrer disziplinieren könne, so würde damit doch eine Besserung der Situation erreicht, machte Wilhelm Has (CDU) deutlich. Auch Heinz Friele (Grüne) trat dafür ein, dass sich die Gemeinde der Sache im Interesse der Bürger annehmen und Druck machen sollte, bevor erst ein Unfall passieren müsse.

Dennoch entschied der Bauausschuss, zunächst die Ergebnisse der Zählungen und Messungen des Landkreises abzuwarten, der dann einen Vorschlag machen sollte, welche Geschwindigkeitsbegrenzung die Gemeinde für den beantragen soll, um die auch genehmigt zu bekommen.

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Rolf Bultmann Nordenham / Redaktion Nordenham
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