ELSFLETH „Hier sind vor Ort lebende Menschen verewigt worden. Die Szene ist lebensnah, hat Piff und Humor“, sagt Ruth Eggers. Die 46-jährige Kunstmalerin und Gemälderestauratorin sitzt auf einem Gerüst vor einem Wand- und Deckengemälde, das beachtliche Dimensionen hat. Allein 1,70 mal 4,45 Meter misst das Motiv, das eine Elsflether Kartenrunde aus dem Beginn des 20. Jahrhunderts zeigt.

„Ein Berliner Maler namens Bolte ist der Urheber, er war ein guter Techniker, ein absoluter Profi“, sagt Eggers, die an dem Bild seit dem 14. Oktober gearbeitet hat. Löcher, Risse, Farbabplatzungen und vieles andere mehr hatte die Künstlerin zu bewältigen, um das Bild wieder in den ursprünglichen Zustand zu versetzen. „Das ist eine rein akademische, chemische Angelegenheit. Es geht um die Konservierung dieser Szene“, betont Eggers.

Und alle Interessierten werden dieses ganz besondere Stück Elsflether Kulturgeschichte schon bald in Augenschein nehmen dürfen. Am Sonntag, 14. März, wird die zum Schiffahrtsmuseum „Haus Elslfeth“ umgebaute Villa Steenken in der Weserstraße in Elsfleth feierlich eröffnet. Um 14 Uhr wird Kapitän Horst Werner Janssen die Begrüßungsansprache halten.

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Doch zurück zum Bild: Zentrum des Bildes – der eingebildete Kranke – dürfte der frühere Herr des Hauses sein: Dr. Christian Steenken. Der bekommt offensichtlich eine bittere Medizin verabreicht– und das in floraler Ornamentik.

Mit dem Steenken-Gemälde – Steenken war unter anderem Amtsarzt und Vorsitzende der Elsflether Heringsfischerei-Gesellschaft – wird nach Angaben von Eggers ein interessantes Stück der Elsflether Stadtgeschichte dargestellt – und allein der Bild des kranken Hausherrn, dessen Blick so eindrucksvoll nach innen gerichtet, ist einen Besuch des neuen „Hauses Elsfleth“ wert.

Hans-Carl Bokelmann Jade/Ovelgönne / Redaktion Brake
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