Berne Für Sebastian Ibbeken ist es nicht nur eine Investition in seinen Betrieb, sondern auch eine in die Umwelt: Der 26-jährige Chef von Ibbeken Garten & Landschaft aus Berne hat in seiner Firma eine Biomasse-Heizungsanlage installieren lassen. Der Clou für den Gärtner: Sämtliche Hackschnitzel, die bei der Arbeit des Gärtnermeisters anfallen, können darin verbrannt werden.

Mit dem kleinen Computer, mit dem die neue Heizungsanlage gesteuert wird, macht Ibbeken sich in diesen Tagen und Wochen noch vertraut. Erst seit zwei Wochen ist die Anlage in Betrieb. Aber ihr neuer Besitzer ist schon jetzt rundum zufrieden: Rund 500 Quadratmeter Wohnfläche plus Büro- und Arbeitsräume werden damit geheizt. „Es ist mollig warm“, freut sich der 26-Jährige.

In der Vergangenheit musste sich der Gärtnermeister außerdem immer Gedanken machen, was er mit dem anfallenden Baum- und Strauchschnitt seiner Kunden und des Betriebes anfängt. Alles wurde gehäckselt und dann bei neuen Gartenbauvorhaben eingearbeitet – zum Beispiel bei der Anlage neuer Hecken. Jetzt wird alles laubfreie Holz gehäckselt und für sechs bis acht Wochen getrocknet.

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Dann kommen die Hackschnitzel in einen Bunker direkt neben der Heizungsanlage. Eine kleine Förderanlage bugsiert die benötigten Hackschnitzel dann in die Verbrennungseinheit. Rund sechs Kubikmeter Hackschnitzel wurden bereits verbrannt. Sebastian Ibbeken zeigt der NWZ , was davon übrig geblieben ist: Ein kleiner Eimer voller Asche. Mehr nicht. „Die Verbrennung ist effektiv. Anders als zum Beispiel in einem Kamin, wo ja doch viel übrig bleibt“, erklärt der Berner.

Ibbeken hat für die Anlage einen Jahresverbrauch von 90 Kubikmetern Hackschnitzeln veranschlagt. „Das wirft der Betrieb ab“, ist er überzeugt. Seit 2011 ist der Gärtnermeister selbstständig.

Bisher hatte er mit Gas geheizt. Doch: „Als Gartenbaubetrieb haben wir eine gewisse Verbindung zur Natur. Wir müssen weg von fossilen Brennstoffen.“ Und: Sebastian Ibbeken hat künftig im Winter mehr Zeit: „Früher habe ich immer zwei Wochen damit zugebracht, Brennholz zu machen. Dafür wurde die Zeit zu knapp. Das fällt jetzt weg.“

Anja Biewald Berne/Lemwerder / Redaktion Brake
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