Neuenhuntorfermoor Ein ganz besonderes Jubiläum wurde am Sonnabend im Café 21 gefeiert: Seit 60 Jahren arbeitet Dieter Winkler als landwirtschaftlicher Helfer in Buttel. Der Vorsitzende des Landesverbands des Oldenburger Landvolks, Peter Cornelius, freute sich genauso wie Matthias Brandner von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, dem 75-Jährigen zu diesem besonderen Ehrentag gratulieren zu können. „Für eine derartig lange Arbeitszeit ist bei uns eigentlich gar nichts vorgesehen. Heute schaffen Arbeitnehmer oft nur noch die Hälfte dieser Jahre“, scherzte Cornelius bei der Gratulation.

Ohne Leidenschaft im landwirtschaftlichen Bereich geht es nicht. Anders könne man die unglaubliche Dauer von 60 Jahren Tätigkeit in diesem Bereich, die zudem ein äußerst gelungenes Beispiel von gelebter Inklusion seien, nicht erklären, betonte Matthias Brandner in seiner Laudatio. Vom Köterender Landvolkvorsitzenden Rainer Mönnich gab es für den bescheidenen Süßigkeitenfan einen großen Korb voller Leckereien.

Dieter Winkler kam nach dem Krieg als Breslauer Flüchtlingskind ins Waisenhaus Varel und mit 15 Jahren auf den Hof der Familie Dunker. Dort habe er als erstes das Melken gelernt. Auch an seine Konfirmation in der Kirche Neuenhuntdorf könne er sich noch gut erinnern, erzählte der rüstige Mann, der mit sich und seinem Leben völlig zufrieden ist und keinesfalls an den Ruhestand denkt.

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Als der Bauer verstarb, bot ihm 1971 die wenige Höfe entfernt lebende Familie Heidenreich eine neue Unterkunft und Arbeitsstelle. Zunächst arbeitete Dieter Winkler bei Heino und Gisela Heidenreich und wuchs dabei immer mehr ins Familienleben hinein. Nachdem der Hof vor zwölf Jahren an deren Sohn Stefan übergeben wurde, war es klar, dass der fleißige Gehilfe auch dazu gehörte. Nicht nur ein ganz besonderes Gespür für Tiere hat der 75-Jährige in all den Jahren entwickelt, sondern er verstehe sich auch bestens auf das oft ungeliebte Sensen oder Loten, wird er von seinen Arbeitgebern und Freunden gelobt.

Gerne fährt Winkler mit dem Rad, liest Zeitung, genießt die Natur, die er niemals missen möchte oder besucht mit seinen Betreuern Rolf und Ingrid Wenke plattdeutsche Theaterstücke – allerdings lieber am Nachmittag, denn abends geht es zeitig ins Bett, damit er morgens um fünf Uhr frisch und munter ans Tagwerk gehen kann. Voller Vorfreude sieht Dieter Winkler schon dem Sommer entgegen, denn dann geht es wieder für eine Woche nach Österreich.

Das Zusammensein mit seiner „großen Familie“ und all den Freunden der Nachbarschaft sowie das leckere Frühstücksbuffet genoss Dieter Winkler an seinem Ehrentag sehr. Das Auspacken der viele Geschenke hob er sich für den Nachmittag auf.

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