IFFENS Von Diskrepanzen innerhalb des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) den Langwarder Groden betreffend, berichtete Kreisvorsitzender Dr. Wolfgang Meiners während der Jahreshauptversammlung der BUND-Kreisgruppe Wesermarsch in der Umweltstation Iffens. Während die Kreisgruppe sich für eine möglichst günstige Lösung mit nur einer Deichöffnung einsetzt, habe sich der Landesverband bislang konsequent an die Vorgaben des Planfeststellungsbeschlusses gehalten und die gänzliche Schleifung des Vordeiches oder dessen Öffnung an zwei Stellen unterstützt.

Wenn es beim Langwarder Groden zu einer Kompromisslösung komme, sei das vor allem der Erfolg der Bürger und nicht der Politiker, machte Wolfgang Meiners deutlich. Er wies auch auf die vermehrte Wellentätigkeit mit anderen Amplituden als jetzt hin, wenn der Jade-Port in Betrieb genommen wird. Das betreffe vor allem die Küste und den Deich im Bereich Tossens. „Der Deich in Tossens hat keinen Kleigrund, ist zu steil und zu schmal. Die Zunahme der Wellentätigkeit durch den Jade-Port wird erhebliche Probleme mit sich bringen“, ist sich der Naturwissenschaftler sicher.

Weitere Gefahren könnten von den Gefahrgütern auf den Containerschiffen ausgehen, die im Falle eines Unfalles die Butjadinger Bevölkerung gefährden könnten. Deshalb fordere der BUND einen Alarm- und Gefahrgutabwehrplan, in dem auch Butjadingen berücksichtigt werde, so der Chemiker.

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Der Kreisvorsitzende erinnerte in seinem Bericht auch an die verheerende Atomkatastrophe in Fukushima. „Wir haben viermal eine Kernschmelze dort erlebt, obwohl dies die Experten vor Ort immer abgestritten haben“, stellte Meiners erschüttert fest. Immerhin sei durch den Vorfall die vorher vorhandene Atomeuphorie erst einmal gestoppt worden. Dennoch gebe es auch in Deutschland noch immer eine große Atomlobby, stellte Meiners fest.

Gast der BUND-Kreisgruppe Wesermarsch war der Diplombiologe Hans Christian Küchelmann. Er hat vor 28 Jahren ein Praktikum in der Umweltstation gemacht, bevor er mit dem Studium in Oldenburg begann. Als einer von wenigen Wissenschaftlern in Deutschland hat sich der 48-Jährige auf die Paläoökologie spezialisiert, bei der das prähistorische Zusammenspiel zwischen Mensch und Tier genauer untersucht wird.

Er erläuterte die Art und Weise der Datenerhebungen, bei dem Skelettteile und -merkmale, das Alter und die Anzahl der Tiere, das Geschlecht und anatomische Maße, aber auch Bissspuren, Werkzeugspuren oder degenerative Erscheinungen festgehalten werden. Bei allen Funden helfe die jahrelange Erfahrung bei der Bestimmung. „Ich besitze mittlerweile eine große Sammlung von Vergleichsknochenmaterial“, sagte Hans Christian Küchelmann. 90 Prozent der Funde könne er so gesichert bestimmen und müsse erst in schwierigen und zweifelhaften Fällen weitere Hilfe durch Sammlungen und Institute in Anspruch nehmen.

Dem Vorstand der BUND-Kreisgruppe Wesermarsch gehören weiterhin Dr. Wolfgang Meiners (Vorsitzender), Regina Mattern-Kath (stellvertretende Vorsitzende) und Petra Leifert (Kassenwartin) an. Sie wurden im Amt bestätigt. Nachfolger des ausgeschiedenen Beisitzers Fulko Thaden ist Gerd Taddicken.

Einen Baumschnittkursus unter Leitung von Uta Meiners bietet die BUND-Kreisgruppe allen Interessierten für den 17. März in der Umweltstation Iffens an.

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