Als Archivar des Rüstringer Heimatbundes hat sich Wolfgang Engelhardt in den zurückliegenden Jahren einen Namen gemacht. Wie kaum einem anderen ist es dem gebürtigen Hannoveraner gelungen, die Menschen wieder für die Geschichte ihrer Region zu gewinnen. Dokumente zum Arbeitsleben, zu den Werken, den Bauernhöfen und den Handwerksbetrieben werden seit Jahren im Archiv zusammengetragen und erfasst. Dieser Aufgabe fühle sich der Heimatbund verpflichtet, sagt Wolfgang Engelhardt.

Der Diplom-Ingenieur, Jahrgang 1921, kam 1952 nach Nordenham. Zunächst als Gießereileiter in Hannover tätig, wurde er bei den Norddeutschen Seekabelwerken (NSW) eingestellt, stieg zum Abteilungsleiter auf und wechselte dann 1970 zu Felten & Guilleaume. Bei Felten erfasste den Maschinenbauer schließlich der Funke, der seine Freizeit prägt.

Die Geschichte habe ihn schon während der Schulzeit interessiert, berichtet der Pensionär. Immer wenn er aus seinem Bürofenster schaute, blickte er auf den Blexer Sand. Das Herzogtum Oldenburg hatte diesen einst durch Eindeichung landfest gemacht und dann für die Industrialisierung zur Verfügung gestellt. Wolfgang Engelhardt wollte mehr über die Historie wissen und bohrte nach. Je tiefer er in die Geschichte eindrang, Mosaiksteinchen aneinander setzte, desto mehr faszinierte ihn die Materie.

Monatelang blätterte er in alten Zeitungen, spürte den Werken Eduard Krügers nach, erstellte letztlich ein Findbuch über den Nachlass des Heimatforschers für das Oldenburger Staatsarchiv. Seine Arbeit rief Enno Hansing, den damaligen Vorsitzenden des Rüstringer Heimatbundes, auf den Plan. Dieser bat Wolfgang Engelhardt, ein Findbuch über Walter Looschen zu erstellen. Das war der Beginn seiner nimmermüden Tätigkeit für den Heimatbund bis heute.

Wolfgang Engelhardt ist bei all den Auszeichnungen, die ihm zuteil wurden, bescheiden geblieben. Viele Menschen engagierten sich ehrenamtlich, sagt er und charakterisiert die Grundfeste der Arbeit: erfassen, festhalten, bewahren und weitergeben. Es gebe immer viel zu tun, merkt der Archivar an. Und Mitarbeiter, die sich der Arbeit widmen möchten, seien beim Heimatbund stets willkommen.uli

W. Engelhardt

Archivar

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