Eckwarden Bei einer Bürgerversammlung am Dienstagabend im Eckwarder Hof stieß die geplante Ausweisung eines 5600 Quadratmeter großen Neubaugebietes im Dorf auf breite Zustimmung. Das am Alten Dorfweg gelegene Areal gehört dem Eckwarder Landwirt Jannes Bergsma.

Andreas Taudien von dem Oldenburger Planungsbüro NWP stellte das Vorhaben vor. Demnach könnten sechs Bauplätze mit einer Größe von 750 bis 900 Quadratmetern entstehen. Mehrfamilienhäuser sollen nicht zugelassen werden, auch keine Ferienwohnungen.

Die Erschließung soll über eine vom Alten Dorfweg abzweigende Stichstraße mit Wendehammer erfolgen. Vorgegeben werden soll eine eingeschossige Bebauung. „Das heißt nicht, dass im Obergeschoss keine Räume entstehen dürfen“, fügte Andreas Taudien hinzu, „es darf nur kein Vollgeschoss sein“. Die Gebäudehöhe soll auf 8,50 Meter begrenzt werden.

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Der maximale Grad der Versiegelung der Grundstücke soll bei 30 Prozent liegen. Pro Grundstück ist ein standortgerechter, einheimischer Laubbaum anzupflanzen; die Vorgärten dürfen „nicht mit Steinen und Kies zugeschüttet werden“, wie Andreas Taudien sagte. Diese Vorgaben stießen bei den Zuhörern auf Zustimmung.

Diskutiert wurde die Frage der Zuwegung zu dem geplanten Baugebiet. Anwohner Wilfried Schröder gab die geringe Breite des Dorfweges zu Bedenken und verwies auf den Spiekerweg. Auch Ratsherr Jürgen Sprickerhof von den Grüne favorisiert eine Zuwegung über den Spiekerweg.

Bodo Fuhrmann fragte, ob bei einem Ausbau des Dorfwegs die Anlieger zu einer Kostenbeteiligung herangezogen werden können. Bauamtsleiter Axel Linneweber verneinte das mit Verweis darauf, dass es in Butjadingen keine Straßenausbaubeitragssatzung gebe. Bürgermeisterin Ina Korter ergänzte: „Und die ist im Moment auch nicht in Aussicht.“

„Wir haben uns für dieses Baugebiet engagiert, weil wir für unsere Kinder bezahlbares Bauland wollen“, lobte Andreas Logemann als Sprecher der Eckwarder Dorfgemeinschaft das Vorhaben von Jannes Bergsma.

Zuletzt hatte die Niedersächsische Landesgesellschaft (NLG) in Eckwarden Bauplätze erschlossen. Die sechs Grundstücke an der Eiswürdener Straße sind verkauft und bebaut. Die NLG möchte nun weitere Bauplätze erschließen und im gleichen Atemzug auf einen Spielplatz verzichten, den sie eigentlich noch anlegen müsste. Nur wenn die dafür vorgesehene Fläche ebenfalls ein Bauplatz wird, ließe sich ein am Markt realistischer Quadratmeterpreis ansetzen, argumentiert die Gesellschaft.

Realisiert die NLG ihr Vorhaben und erhält auch Jannes Bergsma grünes Licht, würden in Eckwarden zwei Neubaugebiete entstehen. Am Donnerstag, 14. März, wird der Planungsausschuss des Gemeinderats über die öffentliche Auslegung des Bebauungsplans für die Bergsma- Fläche abstimmen. Am 4. April folgt der Rat. Ein rechtskräftiger Bebauungsplan könnte im Sommer vorliegen.

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