Butjadingen Der Trend zu größeren Milchviehherden hielt auch 2013 in Butjadingen an. Das sich in Deutschland fortsetzende Höfesterben wurde auf der grünen Halbinsel zumindest vorübergehend beendet. Dies geht aus dem Jahresbericht 2013 des Milchkontrollvereins Butjadingen hervor.

Dem gehören weiterhin 94 Betriebe mit jetzt 8915 Kühen an. Das sind 245 Kühe mehr als im Vorjahr. Durchschnittlich bestanden die Herden aus 95 Tieren, was einen Zuwachs um knapp drei Kühe bedeutet. Vor zehn Jahren waren dem Milchkontrollverein Butjadingen noch 115 Betriebe mit 7592 Kühen angeschlossen. Daraus ergab sich eine durchschnittliche Herdengröße von 66 Kühen .

Die durchschnittliche Jahresmilchleistung der Butjadinger Kühe sank um 39 auf 8600 Kilogramm. Der Fett- und Eiweißanteil blieb mit 4,14 beziehungsweise 3,41 Prozent jedoch unverändert.

Die Leistungssteigerung der Kühe stehe heute nicht mehr im Vordergrund. Wichtiger sei die Tiergesundheit, denn gesunde Kühe erbrächten auch eine höhere Leistungen. Damit trage die Tiergesundheit sehr zum Betriebserfolg bei, erläuterte Henning Cornelius, Vorsitzender des Milchkontrollvereins Butjadingen und Vorstandsmitglied des Landeskontrollverbandes Weser-Ems.

In der Tiergesundheit spiele die Milchkontrolle eine wichtige Rolle, denn sie komme auch einem Gesundheitscheck gleich, dem sich alle Milchkühe elf Mal im Jahr unterziehen. Zudem werde mit der Milchleistungsprüfung der auch von der Lebensmittelbranche geforderte Qualitätsnachweis erbracht, so Henning Cornelius.

Der wies zudem darauf hin, dass sich der Kontrollverband durch eine ständige Ausweitung seines Serviceangebots immer mehr auch zu einem Dienstleister für die Landwirte entwickelt habe. So könne nunmehr aus Milchproben auch eine zuverlässige Trächtigkeitsprognose für die Kühe erstellt werden. Sie erspare dem Landwirt Zeit und Kosten und ermögliche ein frühzeitiges Erkennen nicht trächtiger Kühe, verdeutlichte der Vorsitzende des Milchkontrollvereins Butjadingen.

Zu den weiteren Dienstleistungen des Kontrollverbandes gehören die Überprüfung der Melktechnik und eine Melkanalyse sowie Herdenmanagement-Programme, die über das Smartphone bei der täglichen Arbeit im Stall abgerufen werden können.

Rolf Bultmann Nordenham / Redaktion Nordenham
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