LEMWERDER Die Arbeitsgemeinschaft der Jungsozialistinnen und Jungsozialisten in Lemwerder (Jusos) hat neuerdings zwei Vorsitzende. Die zehn zur Hauptversammlung in der Ernst-Rodiek-Halle erschienenen Mitglieder wählten den bisherigen Vorsitzenden Kai Ammermann und dessen früheren Stellvertreter Jan-Olof von Lübken. Neue stellvertretende Vorsitzende sind Robin Boosmann und Philip Stolle.

Die Jusos wählten ferner Dominik Ohl zu ihrem Pressesprecher, als Beisitzer gehören Mirko Lekat, Knut Thielen, Daniel Nibbes und Yener Tükcan dem Vorstand an. Junge Frauen waren zu der Versammlung nicht erschienen und konnten deshalb auch nicht gewählt werden.

Inhaltlich genießen die Themen Jugendtreff und Skaterbahn hohe Priorität. In seinem Rechenschaftbericht erinnerte Kai Ammermann daran, dass die Jusos die Themen in einer öffentlichen Vorstandssitzung aufgegriffen haben. Aus einer späteren Diskussionsveranstaltung, an der sich auch Vertreter anderer Parteien beteiligt hatten, sei das Forum Jugendtreff hervorgegangen. Im Verlauf der Jahreshauptversammlung machte Ammermann den Anspruch der Jusos geltend, für die Mehrheit der Jugendlichen in Lemwerder zu sprechen. Die Junge Union repräsentiere hingegen nur eine kleine Gruppe, bestehe im Grunde nur aus dem Vorsitzenden Jan Eisenhauer. Im Namen der Jusos grenzte sich Ammermann auch gegen die FDP-Fraktion im Rat ab, die Steuersenkungen fordert. Richtig seien vielmehr Investitionen in die Familien- und die Seniorenpolitik. Auch die Jusos sprechen sich für die Gründung einer kommunalen Stiftung aus. Der Ertrag soll der Gemeinde freiwillige Leistungen ermöglichen, auch wenn die Gewerbesteuereinnahmen sinken. Um all diese Ideen durchzusetzen, wollen die Jusos drei Ratskandidaten für die SPD in die Kommunalwahl 2011 schicken: Jan-Olof von Lübken, Philip Stolle und Yener Tükcan. Gäste der Hauptversammlung waren die SPD-Unterbezirksvorsitzende Karin Logemann und die Vorsitzende der örtlichen Arbeiterwohlfahrt (AWo) Ellen Köster-Schmidt. Beide regten eine stärkere Vernetzung der Jusos und anderer parteinaher Organisationen an.

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Jan Lehmann / freigestellter Betriebsratsvorsitzender / Politikredaktion
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