BRAKE Der Berg aus Hosen, Jacken, Hemden und Pullovern will und will nicht kleiner werden. Die Anweisungen, die Erika Sommer, Leiterin der Kleiderkammer des Deutschen Roten Kreuzes in der Rönnelstraße, den Mädchen gibt, sind kurz und knapp. Zum Trödeln ist keine Zeit. Effektives Arbeiten ist angesagt. Und doch haben Lisa Deyle und Kira Geerken, beide 13 Jahre jung, eine Menge Spaß.

Die beiden Siebtklässlerinnen des Braker Gymnasiums haben den bundesweiten Zukunftstag am Donnerstag genutzt, um einen Tag in der Kleiderkammer zu arbeiten. Diese Wahl lag nahe. Lisa ist die Tochter von DRK-Kreisgeschäftsführer Peter Deyle. Sie hatte ihre Freundin Kira gefragt, ob sie Lust hätte, am Zukunftstag ebenfalls mit in die Kleiderkammer zu gehen.

„Ich wusste gar nicht so genau, was das eigentlich ist“, gibt Kira zu. „Lisa hat es mir dann erklärt, und ich habe mich dafür entschieden.“ Eine gute Wahl, wie sich schon nach Bedienen der ersten „Kunden“ zeigte. „Ich finde es gut, dass es eine solche Einrichtung gibt“, sagt Kira. Lisa kann ihr nur beipflichten: „Die Arbeit macht Spaß, weil man Leuten helfen kann.“

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Das Rote Kreuz hat in der Wesermarsch 22 Altkleidercontainer aufgestellt und betreibt insgesamt vier Kleiderkammern, nämlich in Brake, in Nordenham, in Jaderberg und in Lemwerder. Die Einrichtung in der Braker Rönnelstraße existiert seit 1989. Alleine an diesem Standort kommen pro Monat nach Auskunft von Peter Deyle rund 4 Tonnen an Altkleidern zusammen. Die Aufgabe von Erika Sommer und ihren Helfern ist es, all das zu sortieren.

70 bis 80 Prozent der abgegebenen Kleider sind nach Auskunft der DRK-Mitarbeiterin verwertbar. Sie werden für einen kleinen Obolus, den alle Sozialverbände in der Wesermarsch einheitlich festgelegt haben, abgegeben. Eine Hose, ein Paar Schuhe oder ein Rock kosten 1 Euro, Handtücher, Pullover, Blusen und T-Shirts sind für 50 Cent zu haben.

Die Braker Kleiderkammer ist dienstags, mittwochs und donnerstags jeweils von 8.30 bis 10 Uhr geöffnet. Allein in diesen anderthalb Stunden pro Tag kommen durchschnittlich 15 „Kunden“ – ein Zeichen dafür, wie groß der Bedarf ist. Das zu zeigen, war für Peter Deyle auch ein Grund, die beiden Mädchen zum Zukunftstag einzuladen. Sie hatten bei der Arbeit nicht nur viel Spaß, sondern auch Gelegenheit, einmal die „Kehrseite der Gesellschaft“, wie es Deyle ausdrückt, kennen zu lernen.

Detlef Glückselig Butjadingen / Redaktion Nordenham
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