NORDENHAM „Hepatitis, was ist das noch?“ „Das ist Gelbsucht!“, ruft Uwe Spohler einem Spender zu, der gerade einen Bogen mit Fragen zur Gesundheit ausfüllt. Wer in diesen Tagen die Friedeburg zum Blutspenden betritt, der gelangt zuerst an den Schreibtisch von Uwe Spohler. Hier melden sich alle Spendewilligen an und zeigen ihren Ausweis vor. Über Erstspender freut er sich besonders.

Nicht mehr das Alter, sondern der Gesundheitszustand allein soll in Zukunft darüber entscheiden, ob jemand spenden darf oder nicht. Das hat vor kurzem der Blutspendedienst des Deutschen Roten Kreuzes beschlossen. Damit wurde die Altersgrenze für langjährige und Erst-Spender aufgehoben. Menschen, die älter als 68 Jahre sind, können ihr Blut weiterhin spenden, sofern es die Gesundheit zulässt. Eine Regelung, die auch Uwe Spohler entgegenkommt. Einige der langjährigen Spender, so erzählt er, hätten kein Verständnis dafür, warum sie plötzlich nicht mehr spenden durften. „Die waren teils bitterböse mit uns.“ Auch die Altersgrenze von 59 Jahren für Erstspender wurde abgeschafft. Das Mindestalter von 18 Jahren bleibt aber weiterhin bestehen.

Nach der Anmeldung wird jeder Spender auf seine Spendenfähigkeit getestet. Um eine Blutarmut auszuschließen, wird in die Fingerkuppe gepiekst. Ein kleines Bluttröpfchen offenbart den Gehalt des roten Blutfarbstoffes. Auch die Körpertemperatur wird kontrolliert. Hinter einer Trennwand bespricht Dr. Karl-Heinz Schulze den Fragebogen zur Gesundheit und misst Blutdruck und Puls. Erst wenn er das Okay gibt, geht es weiter zum Spendebett.

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Der Teamleiter des Blutspendedienstes Michael Kusch betreut die Blutabnahmen. Ein Strichcode auf den Röhrchen und Blutbeuteln verhindert Verwechslungen, erläutert er. Nach höchstens zehn Minuten sind die üblichen 500 Milliliter Blut abgezapft. Im Anschluss sollten die Spender erst einmal mit Sport aussetzen, rät Michael Kusch.

Die 49-jährige Susanne Hoch entspannt sich bereits auf einem Ruhebett. Sie spendet bereits seit 20 Jahren. Wie auch viele ihrer Freunde. „Oft treffen wir uns auch dabei“, erzählt sie. Sie schätzt es, dass sie durch die regelmäßigen Kontrollen ihres Blutes etwas für ihre Gesundheit tun kann.

Weitere Gelegenheiten zum Blutspenden sind am Mittwoch, 6. Mai, von 14 bis 19 Uhr sowie am Donnerstag, 7. Mai, von 10 bis 12 und 14 bis 18 Uhr in der Stadthalle Friedeburg. Spender werden gebeten, ihren Personalausweis und – soweit vorhanden – ihren Blutspenderpass mitzubringen. Allen Spendern wird ein Imbiss serviert.

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