Wesermarsch Rainer Penning hat sich auch nach fast 50 Berufsjahren seine jugendliche Frische bewahrt. Es ist kaum zu glauben, dass einem ein 65-Jähriger gegenübersteht, wenn man dem Geschäftsführer der GIB-Entsorgung Wesermarsch das erste Mal begegnet. Wie er das geschafft hat, trotz seiner aufreibenden Tätigkeiten? Kraft geschöpft und entspannt hat sich der gebürtige Nordenhamer, Jahrgang 1952, beim Radfahren, beim Wandern und bei der Gartenarbeit. Hinzu kommt sein großes Hobby: die Modelleisenbahn. „Gut, dass ich das hatte“, sagt Rainer Penning.

Was war positiv in den zurückliegen Jahren?

Nach dem Besuch der Grund- und Realschule erlernte Rainer Penning ab 1968 den Beruf des Bankkaufmanns. An der Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie Oldenburg machte er sein Diplom. Ab Januar 1972 war er beim Landkreis Wesermarsch in mehreren Fachbereichen beschäftigt. „Es war eine tolle Arbeit. Und es hat Spaß gemacht. Jeden Tag etwas anderes zu machen, das hält fit“, erinnert sich Rainer Penning vor allem an die Zeit ab 1996 zurück, als er als Leiter den Eigenbetrieb Abfallwirtschaft übernahm.

Was war die erste große Herausforderung?

Als Betriebsleiter des Eigenbetriebs Abfallwirtschaft war Rainer Penning maßgeblich an der Einführung der Biotonne (1993) sowie der codierten Restabfalltonne im Jahr 1994 beteiligt. Der Landkreis Wesermarsch war dabei Vorreiter im Norden. Die Abrechnung der Gebühren wurde abhängig von der Nutzung: „Wir haben dadurch eine relativ gerechte Gebühr für jeden bekommen“, ist der 65-Jährige im Nachhinein überzeugt. Die meisten Haushalte hätten einen Tick weniger an Gebühren bezahlen müssen, daher habe sich der Widerstand gegen die Einführung in Grenzen gehalten.

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Wie ging es weiter in den folgenden Jahren?

Rainer Penning muss nicht lange überlegen: Im Jahr 2000 ersetzten bei den Haushalten die blauen Papiertonnen die dezentral aufgestellten Depotcontainer. Und im Jahr 2011 wurde die GIB-Entsorgung Wesermarsch GmbH gegründet.

Und was hat ihm am meisten gestunken?

Wenn Rainer Penning an die aufwendige Planung und den Bau der „Kompostierungsanlage mit vorgeschalteter Vergärung“ denkt (2011 bis 2013), die inzwischen rund sieben Millionen Kilowattstunden an Strom produziert hat, scheinen ihm die Haare zu Berge zu stehen. Mit dem Widerstand hatte er so nicht gerechnet. Mit dem Projekt sei eine nachhaltige Lösung angestrebt worden, von der man überzeugt war.

Gibt es ein Leben nach der Arbeit?

Zur Verabschiedung sind am Freitag rund 50 Weggefährten ins Landhotel Fischercafé nach Brake gekommen. Sie erfahren, dass sich Rainer Simon Penning nicht zur Ruhe setzen wird. Sein Fachwissen ist weiterhin gefragt. Er hat dazu die Firma RSP-Consulting UG (haftungsbeschränkt) gegründet. Durch Fahrradtouren mit seiner Frau wird sich Rainer Penning fit halten – und es gibt ja auch noch die Modelleisenbahn.

Ulrich Schlüter Elsfleth / Redaktion Brake
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