Betrifft: „Grünes Licht für Wohnkomplex an Atenser Allee“, NWZ -Bericht vom 16. Januar

Wieder einmal muss man zweifeln, ob die Baudezernentin der Stadt ihre Rechtsgrundlagen verstanden hat.

An der Atenser Allee soll das alte Strenge-Haus einen neuen Anbau erhalten. Was da als Zeichnung in der NWZ veröffentlicht wurde, entspricht jedoch in keinster Weise den Anforderungen, die das zuständige Bundesbaugesetz verlangt.

Das Vorhaben ist keineswegs gemäß §36 zu genehmigen, denn gemäß §34 müsste sich der neue Anbau „in die Eigenart der näheren Umgebung“ einfügen, und schon aus der Zeichnung ist zu ersehen, dass er genau das nicht tut, weder im Obergeschoss noch erst recht nicht im Erdgeschoss.

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Dieser Anbau ist keine ansprechende architektonische Gestaltung, die sich eben nicht aufgelockert in die nähere Umgebung einfügt. Das „Näher“ im Gesetz bezieht sich auch auf das links neben dem Neubau befindliche historische Altgebäude. Das „Näher“ im Gesetz ist durchaus ernst gemeint! Wer das nicht erkennt, sollte dringend einen Augenarzt aufsuchen. Das Ortsbild ist so definitiv geschädigt und gemäß §34 BauGB darf genau das nicht geschehen. Das Bauvorhaben entspricht nicht der gesetzlichen Vorgabe.

Somit ist die Empfehlung an den Bauausschuss fehlerhaft und abzulehnen. Und das ist kein politisches Argument, sondern ein ganz sachliches. Da es keine kritischen Wortmeldungen im Bauausschuss zu dem Vorhaben gab, muss bezweifelt werden, dass der Sachverstand der Mitglieder ausreicht, Gestaltungsmängel zu erkennen. Das war ja auch schon im Fall der Neubebauung in der Müllerstraße ersichtlich.

Wilfried Wittkowsky Nordenham

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