Abbehausen „In unserem Verband wird ganz offen mit allen Beteiligten über alle Anliegen gesprochen – so hat sich eine sehr gute Harmonie entwickelt“, sagt Dieter Hülstede. Diese durch freimütige Diskussion erreichte Übereinstimmung im Entwässerungsverband Butjadingen hat sich am Mittwoch im Landhotel Butjadinger Tor bestätigt. Die zwölf Mitglieder des Verbandsausschusses haben den sechsköpfigen Vorstand mit Dieter Hülstede an der Spitze einstimmig für fünf Jahre wiedergewählt.

Dieter Hülstede (52) aus Norderseefeld war erstmals vor drei Jahren einmütig gewählt worden – zum Nachfolger des aus Altersgründen zurückgetretenen, damals 72 Jahre alten Jan Dunkhase aus Sillens. Hans-Dirk Bremermann (70) aus Tossens war vor drei Jahren zum stellvertretenden Verbandsvorsteher gewählt worden – als Nachfolger von Dieter Hülstede.

Hans-Dirk Bremermann wollte jetzt Platz für einen jüngeren Vize machen. „Wir sind dankbar, dass er sich doch noch einmal hat wählen lassen, denn auf seine Erfahrung möchten wir nicht verzichten“, sagte Dieter Hülstede im Anschluss an die Versammlung der NWZ.

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In den nächsten fünf Jahren werde sich entscheiden, ob und wie die beiden großen Vorhaben zur Eindämmung der Versalzung des aus der Weser zugewässerten Süßwassers realisiert werden: die sogenannte Vermeidungslösung im Zuge der weiteren Weservertiefung und der Generalplan Wesermarsch für ein neues System der Zu- und Entwässerung.

12 200 Mitglieder zahlen Beiträge

Der Entwässerungsverband Butjadingen ist zuständig für die Zu- und Entwässerung in Nordenham, Butjadingen und Seefeld.

Das Verbandsgebiet umfasst 23 000 Hektar, davon etwa 19 000 Hektar landwirtschaftliche Flächen.

Kraft Gesetzes sind alle etwa 12 200 Land- und Grundstückseigentümer Verbandsmitglieder und zahlen Jahresbeiträge.

Der Entwässerungsverband Butjadingen hält beide Projekte für unverzichtbar – nicht nur für die Zuführung von Wasser als Viehtränke, sondern auch für die Gewässerökologie.

Ebenfalls einstimmig für fünf Jahre wiedergewählt hat der Ausschuss diese vier weiteren Vorstandsmitglieder: Jan Leiner (52) aus Iffens, Georg Lübben (62) aus Langenriep, Theo Martens (66) aus Waddens und Dirk Stöver (51) aus Esenshammergroden.

Der vor einem Jahr für fünf Jahre neu gewählte Ausschuss wählt nicht nur den Vorstand, sondern entscheidet auch über den Haushalt und alle vom Vorstand vorgeschlagenen Vorhaben des Verbandes.

Die zwölf Ausschussmitglieder achten zudem darauf, dass vor Ort in ihrem Wahlbezirk alle Anlagen funktionieren und rechtzeitig Hinweise auf Probleme oder Mängel gegeben werden.

Neben der Versalzung des aus der Weser zugewässerten Süßwassers sind die Folgen des Klimawandels die größten Herausforderungen für den Verband. Extreme Wetterlagen müssen bewältigt werden.

Dieter Hülstede und Hans-Dirk Bremermann haben am Mittwoch im Gespräch mit der NWZ darauf hingewiesen, dass es eine Daueraufgabe sei, Verbandsgewässer gegen Uferabbrüche zu sichern und Pumpanlagen, Sielbauwerke und Mündungsschöpfwerke zu warten und zu erneuern.

Bei der Zu- und Entwässerung müssten ganz unterschiedliche Interessen berücksichtigt werden. So werde für die Viehzucht stets ausreichend Wasser benötigt, während Ackerbauern trockenere Böden bevorzugen. Anglervereine könnten keine zu geringen Wasserstände in den Gräben hinnehmen. Stadt und Gemeinden müssten vor Überschwemmungen bewahrt werden.

„Wir sind offen für Kritik“, sagt Dieter Hülstede. „Die Beitragszahler sind in den vergangenen Jahren aber auch fair mit uns umgegangen und das Echo in der Bevölkerung ist nicht schlecht.“

Horst Lohe Nordenham / Redaktion Nordenham
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