Brake Der Ehrenvorsitzende des SV Brake hält die Entscheidung, ein neues Umkleidegebäude im Stadion an der Bahnhofstraße zu bauen, für falsch. Für ihn haben Rat und Verwaltung damit die letzte Chance für einen großen Wurf vertan. „Ich bin unendlich traurig“, sagt Magnus Barghorn.

Wie berichtet, hat sich der 79-Jährige für den Bau eines neuen Stadions im Sport- und Kulturzentrum stark gemacht, als vor einigen Jahren festgestellt wurde, dass der Kunstrasenbelag im Stadion an der Bahnhofstraße für den weiteren Spielbetrieb nicht mehr geeignet ist.

In mehreren Bauabschnitten sollte das neue Stadion, das nach seinem Willen „Barghorn-Arena“ heißen sollte, hinter dem Berufsbildungszentrum entstehen – für insgesamt rund 1,4 Millionen Euro. Nachdem es zunächst viel Zustimmung dafür gab, entschied der Stadtrat im Mai 2013 aber, aufgrund der finanziellen Belastung für die Stadt auf den Neubau zu verzichten und stattdessen nach 1986 und 1999 den Kunstrasenplatz im Poligrasstadion erneut zu sanieren.

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Turnhalle wird abgerissen

Unter anderem hatte der damalige Bauamtsleiter Matthias Wenholt die Entscheidung damit begründet, dass für das neue Stadion zusätzlich Umkleiden gebaut werden müssten, während an der Bahnhofstraße die Sanitärräume in der Turnhalle der benachbarten Schule genutzt werden könnten.

Doch nun will die LzO auf dem Schulgrundstück neu bauen, auch die Turnhalle muss dafür abgerissen werden (die NWZ  berichtete). Maximal 255 000 Euro sichert die Stadt Brake deshalb dem SV Brake für die nächsten 20 Jahre zu für den Neubau eines Umkleidegebäudes im Poli-grasstadion, so der Beschluss im Bauausschuss.

Für Barghorn wäre die Entscheidung für den Stadion-Neubau „schon heute die günstigere Lösung gewesen“; zum einen wegen der geplanten mehreren Bauabschnitte und zum anderen, weil Barghorn selbst bereit gewesen wäre, einen namhaften Betrag aus eigener Tasche dazu zu geben – neben weiteren Sponsorengeldern, die er bereits eingeworben hatte oder noch einwerben wollte.

Bolzplatz wird Parkplatz

Günstiger wäre der Stadion-Neubau aber auch deshalb geworden, so Barghorn weiter, weil es bei der Großsporthalle bereits Umkleidegebäude gibt, die derzeit nur als Lager genutzt werden aber beim Bau seinerzeit explizit gedacht waren für sportliche Betätigungen außerhalb der Halle.

Das Stadion in der Nähe zu den Schulen wäre auch dem Schulsport zugute gekommen, zählt Barghorn einen weiteren Vorteil auf.

Auch wenn der Braker also den Verbleib an der Bahnhofstraße für eine „Fehlplanung“ hält, schmiedet er dennoch dort bereits weitere Pläne. Denn mit dem LzO-Neubau und weiteren Wohneinheiten fallen auch die Parkplätze weg, die bisher vom Verein mit genutzt wurden. Er lasse bereits einen Architekten „eine Idee für Ersatz erarbeiten“, so Barghorn zur NWZ .

Seine Vorstellung: Der bisherige Bolzplatz wird zum Parkplatz umgebaut, die alte Tennisanlage wird dann Bolzplatz und die dort ansässigen Vereine bekommen ihren Platz auf einem angrenzenden Grundstück.

Torsten Wewer Kanalmanagement / Redakteur
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