Butjadingen Die Wohnungsbaugesellschaft Wesermarsch mit Sitz in Brake würde gern in Burhave und Tossens Sozialwohnungen bauen. Dafür bedürfe es aber der Unterstützung durch die Gemeinde, betont Geschäftsführer Rainer Gallasch.

Die maximal zulässige Miete für Sozialwohnungen von 5,60 Euro je Quadratmeter sei nicht auskömmlich, erfuhren die Mitglieder des Planungsausschusses des Gemeinderats von Rüdiger Gallasch. Er verwies auf die Gemeinden Lemwerder und Berne, die vor diesem Hintergrund Sozialwohnbauprojekte finanziell unterstützten. Das könne auch im Fall Butjadingen mit einem Zuschuss oder günstigen Grundstückspreisen von rund 30 Euro je Quadratmeter geschehen.

In Lemwerder hat die Wohnungsbaugesellschaft 2018 in einem Gebäudeensemble acht öffentlich geförderte Sozialwohnungen und zwölf Eigentumswohnungen fertiggestellt. Die Eigentumswohnungen wurden auf dem freien Wohnungsmarkt verkauft. Die Sozialwohnungen und die Eigentumswohnungen seien von außen nicht zu unterscheiden, auch die Ausstattung sei gleich, berichtete Rainer Gallasch. In Berne baut die Gesellschaft zurzeit sechs Sozialwohnungen, in die auch Mittel aus einem Landesprogramm fließen.

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Sozialwohnungen dürfen für eine Person maximal 50 Quadratmeter und für zwei Personen maximal 60 Quadratmeter groß sein. Für den erforderlichen Wohnberechtigungsschein, den der Landkreis ausstellt, dürfen die Einkommen 17 000 Euro beziehungsweise 23 000 Euro nicht überschreiten, erklärte Rainer Gallasch.

In Butjadingen besitzt die Wohnbau, bei der die Gemeinde Gesellschafter ist, 24 Wohnungen, die 1962 und 1992 errichtet wurden. Für diese Wohnungen liegt der Mietpreis durchschnittlich bei 4,30 Euro. Die Durchschnittsmiete für Sozialwohnungs in der Wesermarsch beträgt 4,70 Euro. Alle Sozialwohnungen in Butjadingen seien belegt, und es gebe eine nur geringe Fluktuation, berichtete Rainer Gallasch.

Die Häuser der Wohnungsbaugesellschaft stehen in Burhave an der Langemehner Straße (4 Wohnungen), an der Rüstringer Straße (4), in Tossens an der Straße Tetkenwärf (4), an der Zinzendorfstraße (8) und in Stollhamm an der Johanniterstraße (4).

Butjadingens Gleichstellungsbeauftragte Karin Herrmann möchte das Mietwohnungsangebot nicht nur auf Sozialwohnungen beschränkt wissen. Sie hatte bereits im Vorfeld kritisiert, dass es in Butjadingen an bezahlbarem Wohnraum mangele. Des Themas hatte sich daraufhin auch die SPD-Fraktion im Gemeinderat angenommen und beantragt, dass die Gemeinde der Wohnungsbaugesellschaft geeigneten Flächen zur Verfügung stellt.

Aufgrund dieses Antrags hatte die Gemeinde den Chef der Wohnungsbaugesellschaft eingeladen. Einen Beschluss hat der Planungsausschuss nicht gefasst. Die Gemeinde will bei dem Thema aber am Ball bleiben.

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