Butjadingen Die Gemeinde Butjadingen soll die Erweiterung ihrer Mitgliedschaft im Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverband (OOWV) auf den Bereich Trinkwasser beantragen und die Aufgabe der Trinkwasserversorgung auf den OOWV übertragen. Zu diesem Schluss kamen die Mitglieder des Ausschusses für Finanzen und Beteiligung.

Anlass der Diskussion war, dass die Konzessionsverträge der Städte und Gemeinden über die Wasserversorgung mit dem OOWV zum 31. Dezember auslaufen. Die Trinkwasserversorgung fällt in die Zuständigkeit der Kommunen. Sie haben nun mehrere Optionen, die Gemeindekämmerer Bernd Rummel im Ausschuss erläuterte.

Die Gemeinde Butjadingen könnte die Anlagen übernehmen und die Aufgabe der Wasserversorgung selbst wahrnehmen. Da sie aber selbst kein Wasserwerk besitzt, bezeichnete Bernd Rummel diese Variante als abwegig. Ein neuer Konzessionsvertrag mit einem Dritten wäre eine weitere Option, ebenso wie eine Zweckvereinbarung mit dem OOWV. Bei dieser Varianten müsste Butjadingen aber mindestens eine weitere Gemeinde mit ins Boot holen, berichtete Bernd Rummel. Als vierte Möglichkeit könne die Gemeinde eine direkte Mitgliedschaft im OOWV für den Trinkwasserbereich beantragen und die Aufgabe der Trinkwasserversorgung auf den OOWV übertragen.

Die Satzung des OOWV sei bisher im Trinkwasserbereich auf die Landkreise ausgerichtet. Diese wolle der Verband ändern, um den Gemeinden mehr Mitspracherecht einzuräumen, sagte Stephan Siefken, der beim OOWV für die Betreuung von Kommunal- und Großkunden zuständig ist. Von den 1000 Stimmen der Verbandsversammlung würden dann 749 Stimmen auf die Mitgliedergruppe der Städte und Gemeinden und 251 Stimmen auf die Landkreise entfallen. Die Stimmen werden innerhalb der Gruppe nach Fläche und Einwohnerzahl verteilt.

Die Mitglieder entsenden je zwei Vertreter in die Verbandsversammlung. In der Diskussion wollte Ausschussmitglied Jürgen Sprickerhof (Grüne) mehr über die langfristige Perspektive der Wasserversorgung wissen. Olaf Sonnenschein, Regionalleiter für die Landkreise Wesermarsch und Cuxhaven, versicherte, dass genug Trinkwasser in bleibender Qualität vorhanden sei. Die lange Trockenzeit habe keinen Einfluss darauf, da das Grundwasser durch die Regenfälle im Herbst entsteht. Dennoch riet er, in solchen Zeiten sorgsam mit dem Wasser umzugehen.

Merle Ullrich Nordenham / Redaktion Nordenham
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