Butjadingen /Tossens Center Parcs schließt alle Ferienparks in Deutschland, den Niederlanden, Belgien und Frankreich. Darüber informiert Center Parcs auf seiner Homepage. Rund 250 Familien hätten am Montag im Park Nordseeküste in Tossens anreisen sollen, berichtet General Manager Mark Schuur.

„Montag ist bei uns immer An- und Abreisetag. Die Gäste, die an diesem Montag eigentlich hätten kommen sollen, wurden bereits informiert, dass sie nicht anreisen sollen“, sagt Mark Schuur. Auch die „Bleiber“, also diejenigen, die schon im Tossenser Park waren und eigentlich noch einige Tage dort verbringen wollten, wurden gebeten, den Park bis Montag 12 Uhr zu verlassen.

Mehrere Maßnahmen

Das Schwimmbad Aquamundo hatte die Parkleitung bereits vergangene Woche für Tagesgäste gesperrt. „In unseren Restaurants hatten wir jeden zweiten Tisch rausgenommen, um einen entsprechenden Abstand zwischen den Gästen zu gewährleisten“, sagt Mark Schuur. Doch nun habe man sich gezwungen gesehen, den Park komplett zu schließen. „Wir hätten rund 1200 Gäste hier gehabt und wären normalerweise zu rund 75 Prozent ausgelastet gewesen“, sagt Mark Schuur.

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Die Kunden, die ihren gebuchten Urlaub nun nicht mehr antreten können, erhalten Gutscheine in voller Höhe des gebuchten Betrages, die voraussichtlich bis zum 28. Dezember gültig sein werden, sagt Mark Schuur. Am Montag sprach auch das Gesundheitsamt des Landkreises die Empfehlung aus, das Schwimmbad zu schließen. „Dazu hatten wir uns bereits am Samstag entschieden. „Ohne das Schwimmbad können wir sowieso schließen“, sagt Mark Schuur.

Die Mitarbeiter hatten am Montag noch einmal alle Hände voll mit dem Auschecken der Gäste zu tun. Dann wurden das Zentralgebäude und das Schwimmbad Aquamundo geschlossen.

Auch in den Häusern der abgereisten Gäste wurde noch einmal Klarschiff gemacht und die Ferienhäuser auf den Leerstand vorbereitet. „Danach müssen wir schauen, dass die Mitarbeiter Überstunden und Resturlaub abbauen“, sagt der General Manager mit Blick auf die nächsten Wochen. Des weiteren laufen gerade Verhandlungen mit den Betriebsräten, wie es weiter gehen könne, sagt der General Manager.

Die Schließung gilt vorerst bis zum 2. April. „Bis dahin hätten wir insgesamt 21263 Gästeübernachtungen gehabt“, rechnet Mark Schuur vor. Derzeit finden mehrfach am Tag Krisensitzungen statt, berichtet der General Manager. Die Situation werde immer wieder neu beurteilt und das weitere Verfahren besprochen. „Das macht im Moment wirklich keinen Spaß, aber es ist eine absolute Notwendigkeit“, sagt Mark Schuur.

Die Corona-Epidemie werde in Butjadingen zu extremen wirtschaftlichen Problemen führen, sagt der Geschäftsführer der Gesellschaft Tourismus-Service Butjadingen, Robert Kowitz. Besonders schwierig sei es, da überhaupt nicht abzuschätzen sei, wie lange die Situation anhält, sagt Robert Kowitz. „Ist das eine Sache von zwei bis drei Wochen oder von zwei bis drei Monaten?“

Spielscheune schließt

Seit Montag ist nun auch die Spielscheune in Burhave geschlossen. „Die Schulen wurden geschlossen. Sportvereine sagen Veranstaltungen ab“, deshalb habe sich auch die TSB dazu entschlossen, die Spielscheune zu schließen, sagt er. Bereits in der vergangenen Woche war er Einlass von sonst rund 900 auf nur noch 350 reduziert worden, sagt der TSB-Geschäftsführer. Animationsveranstaltungen waren ebenfalls bereits ausgefallen. „Kinder sind noch einmal eine ganz andere Konstellation“, sagt Robert Kowitz. „Und in der Spielscheune kommen Personen aus ganz Deutschland zusammen“, begründet er. An diesem Dienstag schließt auch das Nationalpark-Haus Museum in Fedderwardersiel.

Bei den Mitarbeitern der TSB gehen zurzeit die verschiedensten Anfragen ein. „Es reicht von ,können wir noch anreisen’ bis hin zu Absagen“, sagt der Geschäftsführer. Mit Bürgermeisterin Ina Korter sei die TSB in ständigem Kontakt.

„Im Moment warten wir auf Rahmenbedingungen von Bund, Land und Landkreis für Veranstaltungen und die Gastronomie“, sagt Robert Kowitz. Er schließt ein generelles Einreiseverbot in die Region, wie es bereits für die Ostfriesischen Inseln ausgesprochen wurde, nicht aus.

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Merle Ullrich Brake / Redaktion Brake
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