Butjadingen Die GIB Entsorgung Wesermarsch ist dabei, ihr Abfallwirtschaftskonzept für die Jahre von 2020 bis 2031 fortzuschreiben. Die Kommunen des Landkreises hatten die Möglichkeit, zu dem Entwurf eine Stellungnahme abzugeben. Die Gemeinde Butjadingen hat das getan – und der GIB einige Anregungen mit auf den Weg gegeben. Dazu gehört die Idee, einen zusätzlichen Recyclinghof einzurichten: in Butjadingen.

Sechs Recyclinghöfe gibt es bereits in der Wesermarsch: in Nordenham und Stadland, in Brake, in Berne und Lemwerder sowie seit diesem Jahr auch in Jaderberg. Gut erreichbare Recyclinghöfe, so schreibt die Gemeinde Butjadingen in ihrer Stellungnahme, hätten sich in den vergangenen Jahren bewährt und in erheblichem Maß dazu beigetragen, dass in der Wesermarsch ein deutlich unter dem Landesdurchschnitt liegendes Haus- und Sperrmüllaufkommen erreicht werde.

Auch in Butjadingen würde ein Recyclinghof zu einer besseren Erfassungsrate der verschiedenen Wertstoffe führen, ist die Gemeinde überzeugt. Zudem würden die touristischen Anbieter, die Urlaubsgäste und vor allem natürlich die Butjenter Bevölkerung dazu ermutigt, Abfälle noch stärker zu vermeiden, zu trennen und zu verwerten, heißt es in der Stellungnahme der Gemeindeverwaltung.

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Bessere Verwertung

Ein Recyclinghof würde eine „echte Entlastung“ für all die Bürgerinnen und Bürger mit sich bringen, die seit dem Wegfall der regelmäßigen Brenntage „erhebliche Anstrengungen unternehmen müssen, wenn sie Gartenabfälle ordnungsgemäß entsorgen wollen“, so die Gemeinde. Durch einen Recyclinghof könnten die Garten- und Strauchabfälle auch in wesentlich größerem Umfang der angestrebten Verwertung zugeführt werden, so ein weiteres Argument.

Kleinere Müllfahrzeuge

Hans Conze-Wichmann, Geschäftsführer der in Brake ansässigen GIB Entsorgung, kann derzeit noch nicht abschätzen, welche Chancen auf Umsetzung die Anregung der Gemeinde Butjadingen haben wird. In den Entwurf für das neue Abfallwirtschaftskonzept werde der Wunsch der Gemeinde einfließen. Was dann daraus wird, bleibt abzuwarten. Ab 27. November wird die GIB den Entwurf dem zuständigen Fachausschuss des Kreistags vorstellen. Damit beginnt dann die politische Diskussion darüber.

Eine Rolle spielen wird dabei auch der Recyclinghof an der Martin-Pauls-Straße in Nordenham, der laut dem Entwurf des Abfallwirtschaftskonzepts aufwendig saniert oder aber sogar an anderer Stelle neu gebaut werden soll.

Unterdessen hat die Gemeinde Butjadingen in ihrer Stellungnahme noch weitere Punkte angeregt. Einer davon betrifft das System der Gelben Säcke, das nach Meinung der Gemeinde „kritisch hinterfragt und neu bewertet“ werden sollte. Die Gemeinde regt an, von den Gelben Säcken auf Gelbe Tonnen umzustellen. Das würde zu einer verbesserten Situation führen; gerade in touristischen Bereichen gebe es mit den Gelben Säcken – wie aktuell im Aida-Ferienpark in Tossens – immer wieder Probleme.

Weiter empfiehlt die Gemeinde Butjadingen der GIB, mehrere kleine Müllsammelfahrzeuge anzuschaffen und diese auf den Wirtschaftswegen einzusetzen. Die oft maroden Wischwege – in Butjadingen ein insgesamt 130 Kilometer langes Netz – würden durch kleinere und leichtere Fahrzeuge entlastet. Aus den gleichen Gründen sollte auf den Wirtschaftswegen ein Tempo-40-Limit für Müllfahrzeuge eingeführt werden, so die Gemeinde.

Detlef Glückselig Butjadingen / Redaktion Nordenham
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