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Rodenkirchen „Wir leben hier ganz gern“. So bringt Frieda Eilers ihre Beziehung zu ihrem Wohnort Rodenkirchen auf den Punkt. Und so oder so ähnlich wie die 75-jährige Rentnerin drückten es allle aus, mit denen die Promotorin Barbara Firneisen und NWZ -Redakteur Henning Bielefeld am Donnerstagmorgen an der Rollenden Redaktion auf dem Rodenkircher Marktplatz sprachen.

Frieda Eilers ist seit 55 Jahren mit ihrem Mann Otto (76) verheiratet, und so lange lesen beide auch schon die NWZ . Für Rodenkirchen spreche, dass es zentral liege, und dass es hier einen Bahnhof, Ärzte und eine Apotheke gebe. Nach Möglichkeit kaufe sie in Rodenkircher Geschäften ein und beauftrage heimische Handwerker. Damit habe sie immer gute Erfahrungen gemacht.

„Unsere Kinder leben in Hamburg und Berlin. Die sagen immer ,Mensch, habt ihr‘s gut‘. Wir möchten nicht mit ihnen tauschen“, sagt Frieda Eilers.

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Anneliese Joachimsthaler (82) hat sieben Kinder, von denen vier in Rodenkirchen leben. 14 Jahre lang hat sie die NWZ  ausgetragen. Die alte Dame schätzt die guten Einkaufsmöglichkeiten in Rodenkirchen – ihr fehlen nur ein Handarbeitsgeschäft und eine bessere Auswahl bei Drogerie-Artikeln – und das Angebot der Kirche. Regelmäßig besucht sie den Handarbeitskreis sowie das Frühstück und den Kaffeenachmittag.

Viel mit Kindern hat auch Renate Weiß (55) zu tun. Gerade besucht sie mit ihrem Großneffen Jasper (17 Monate) den Wochenmarkt. Außerhalb der Ferien ist sie in der Grundschule als pädagogische Mitarbeiterin und Schulbegleiterin tätig. Sie findet das Angebot für junge Familien mit Kindertagesstätten und Schulen gut, vermisst aber eine Einkaufsstätte in Rodenkirchen-Nord.

Anneliese Erdmann (64) dagegen sieht das Angebot für Kinder und Jugendliche deutlich kritischer: „Für die Älteren gibt es genug, aber für die jungen Leute muss dringend mehr getan werden. Das gilt vor allem für die Sportstätten. Aber auch die Schulen müssten personell besser ausgestattet werden.“

Veronika Renken (53), die ihre Mutter Ida Meischen (78) zum Wochenmarkt begleitet, freut sich über die gute Anbindung Rodenkirchens mit Straßen, Buslinien und Eisenbahn: „Rodenkircher kommen schnell überall hin.“

Sie können aber auch schnell hinfallen – vor allem an der Straße Strohauserdeich beim Schöpfwerk, sagt Elfriede Fleuch (63), die mit ihrem Enkel Aaron (18 Monate) unterwegs ist. In der Betonstraße seien große Rillen, zudem gebe es in der Dunkelheit keine Beleuchtung. Kritisch sieht sie den Vorstoß der Gemeindeverwaltung, mehr Hundekot-Stationen einzurichten. Das werde zu nichts führen, fürchtet sie. Ähnlich sieht es Hanne-Lore Boyksen (74): „Am Deich in Kleinensiel reißen die Leute nur die Tüten aus der Station, entsorgen aber den Kot nicht.“

Sauber geht‘s dagegen vor dem Deichschaart in Absen zu, wie Helmut Leiner (76) betont. Die Dorfgemeinschaft Absen habe hier im Herbst 1000 Blumen gepflanzt, die jetzt blühen – genau wie die Dorfgemeinschaft selbst, freut sich der passionierte Radler. Den Müll sammeln die Bürger auf, einmal die Woche holt ihn der Bauhof ab; Müllsammlungen wie andernorts seien also überflüssig.

Eine Anregung hat der alte Abser schon im Rathaus vorgebracht: Der Platz vor dem Deichschaart solle den alten Namen Milchdreh zurückbekommen. Denn vor Jahrzehnten hätten die Bauern ihre Milchkannen über Kleiwerke hierher gebracht, wo sie von Pferdefuhrwerken der Molkerei abgeholt wurden.

Für eine stärkere Förderung des Tourismus spricht sich Manfred Fürst (50 ) aus. Er fordert Sitzbänke vor allem an den Deichen, damit Urlauber Pausen einlegen können. Zudem schlägt er vor, am Ostufer der Schweiburg einen Turm zu bauen, von dem aus Touristen die Vogelwelt auf der Strohauser Plate beobachten können. Das Geld könnten Sponsoren aufbringen.


NWZ TV    zeigt einen Beitrag unter   www.nwz.tv/wesermarsch 
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Henning Bielefeld Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham / Redaktion Nordenham
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