NORDENHAM Der schlechte Zustand der Radwege in der Stadt brennt vielen Nordenhamern unter den Nägeln. Ihren Unmut darüber teilten sie am Sonntag den NWZ -Redakteuren Henning Bielefeld und Jens Milde mit. Sie machten mit der Rollenden Redaktion beim Ochsenmarkt auf dem Marktplatz Station, um mit den Bürgern ins Gespräch zu kommen. Es gab aber nicht nur Kritik, sondern auch Lob.

Ronald Krummel wohnt in Langen nördlich von Bremerhaven und kommt gerne mal nach Nordenham. „Hier wird mehr geboten als bei uns in Langen“, sagt der 60-Jährige. Nur eins stört den Ehemann einer schwerbehinderten Frau: Immer wieder nehmen ihm Nichtbehinderte die Behinderten-Parkplätze weg. „Aber das ist kein spezielles Nordenhamer Problem“, sagt Ronald Krummel, „das erlebe ich anderswo auch.“

Die 48-jährige Ellwürderin Karin Speckels ärgert sich schon jetzt über eine frisch vollendete Neuerung: die Ampelkreuzung Bundesstraße 212/Großensieler Straße. „Überall werden Kreisel gebaut, nur bei uns nicht“, sagt sie. Dass Geld für die große Lösung fehlte, will sie nicht als Argument gelten lassen: „Da hätte man lieber ein paar Jahre warten sollen, schließlich haben wir schon so lange mit den Problemen gelebt. Jetzt werden wir 20 Jahre mit der Ampel leben müssen.“ Ihr Ehemann Egon Speckels teilt diese Ansicht und würde am liebsten selbst etwas für eine bessere Lösung tun: „Wenn ich im Lotto gewönne, würde ich Geld für einen Kreisel geben“, sagt der 52-Jährige.

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Relativ neu in Nordenham sind Henriette und Erwin Kuhfuß. Erst vor wenigen Wochen sind die Ruheständler aus Bochum an die Unterweser gezogen. Doch ins Ungewisse sind sie nicht gegangen: Zehn Jahre lang haben sie in Abbehausergroden Urlaub gemacht.

„Die Menschen hier sind freundlicher als in Bochum, auch in den Geschäften“, nennt Henriette Kuhfuß einen wichtigen Vorzug von Nordenham. Was das Ehepaar stört, sind die ungepflegten Fuß- und Radwege und die kaputten Straßen. Auch die Glasscherben in der Nähe des Discoviertels tragen nicht gerade zu positiven Gefühlen bei.

Dina Suhr kommt aus Nordenham, geht aber jetzt in Bremen zur Schule. „Jedes Mal wenn ich am Strand bin, ist es dort vermüllt“, sagt die 16-Jährige. „Es ist an der Zeit, dass jemand etwas dagegen tut.“

Karsten Remse beklagt sich über die „Wildwest-Manieren“ der Radfahrer in Nordenham. Es stört ihn, dass das Fahrverbot in der Fußgängerzone missachtet wird. Der Zustand der Radwege ist aus seiner Sicht miserabel. Seine Frau Britta Remse sieht das genauso. Auch sie beobachtet immer wieder, dass sich Radfahrer nicht an die Verkehrsregeln halten und dadurch sich und andere gefährden.

Nadja Bärwinkel und ihr Freund Oliver von Minden beklagen ebenfalls den schlechten Zustand der Radwege und Bürgersteige. Dies sei ihnen vor allem an der Oldenburger Straße und an der Martin-Pauls-Straße aufgefallen. Mit der Ampel an der B 212/Großensieler Straße können auch sie sich nicht anfreunden. Ein Kreisel wäre aus ihrer Sicht die bessere Lösung gewesen.

Beate Gebhards ist ebenfalls der Meinung, dass die Radwege ausgebessert werden müssen. Der schlechte Zustand sei ihr vor allem in den Einmündungsbereichen an der Rathenau-Straße aufgefallen.

Ein ganz anderes Thema sprach eine 54-jährige Frau an. Sie wünscht sich, dass die Nordenhamer Polizei in der Lage ist, unmittelbar seelsorgerische Unterstützung anzubieten, wenn dies erforderlich wird.

Jens Milde Nordenham / Redaktion Nordenham
Henning Bielefeld Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham / Redaktion Nordenham
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