Brake /Wesermarsch Geburtstag, Abschied und Veränderung – Gründe zu feiern gab es genügend. Und das taten Wirtschaftsförderung Wesermarsch und Unternehmer Vereinigung Wesermarsch (UVW) am Donnerstagabend ausgiebig. Auf dem Gelände der Elsflether Werft in Kirchhammelwarden hatten sich rund 170 Gäste aus Wirtschaft und Politik zum „Sommerfest der Wirtschaft“ eingefunden, um mit der Wirtschaftsförderung Wesermarsch auf deren 20-jähriges Bestehen und den Abschied des Aufsichtsratsvorsitzenden Björn Thümler anzustoßen sowie dessen Nachfolger Hans-Dieter Beck willkommen zu heißen.

Jörg Wrede, bald scheidender Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Wesermarsch, nutzte das Sommerfest auch für einen Rückblick auf ausgewählte Ereignisse in 20 Jahren Wirtschaftsförderung. So rief er in Erinnerung, dass die Einrichtung des Regionalmanagements auf Initiative der Wirtschaftsförderung erfolgte. Für die Unternehmen seien viele EU-geförderte Projekte auf den Weg gebracht worden. So seien speziell die Qualifizierung von Existenzgründern über Jahre ermöglicht und ein regionales Qualifizierungsnetzwerk für die maritime Verbundwirtschaft ins Leben gerufen worden. „Wir können stolz sein auf die Wesermarsch, wir haben mit unseren Unternehmen viel vorzuweisen.“ Wredes Blick ging aber auch voraus: „Die Betriebe haben eine hervorragende Auftragslage und Investitionen machen viel Mut für die Zukunft.“ Als Beispiele für „Bekenntnisse zum Standort Wesermarsch“ führte er Investitionen vom deutschen Milchkontor in Strückhausen, Rehau in Brake, Aljo sowie Fischer & Plath in Berne an.

Gastgeber Klaus Wiechmann konnte seinen Gästen zwar keine Masten der Gorch Fock mehr zeigen – die waren kurz zuvor ausgeliefert worden –, er hatte aber etwas viel besseres zu bieten: das Ziel, dass Brake bald wieder „eine sehr erfolgreiche Werft“ haben werde.

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Ein Anfang sei gemacht, betonte Wrede und verwies auf die fünf Firmen, die bereits am Standort der früheren Lühring-Werft ansässig seien. Für den Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Wesermarsch kann die Kombination von produzierendem Gewerbe und Tourismus den Standort Wesermarsch voranbringen: „Wenn ich mir vorstelle, dass hier einmal die Goch Fock liegt…“, träumte er laut von der anlockenden Wirkung von Großschiffen vor der Werft auf Gäste.

Dirk Schumacher, Vorsitzender der Unternehmer Vereinigung Wesermarsch, hob das gemeinsame Ziel aller Anwesenden sowie weiterer Unternehmer in der Wesermarsch hervor: den Landkreis als attraktive Region zum Leben und zum Arbeiten zu etablieren und den Wirtschaftsstandort Wesermarsch weiterzuentwickeln. Fachkräfte, Standortmarketing und Infrastruktur nannte er als wichtige Punkte, um diese Ziele zu erreichen.

Björn Thümler vollzog schließlich einen „Generationenwechsel“: Nach 20 Jahren im Aufsichtsrat der Wirtschaftsförderung Wesermarsch, zwölf davon als dessen Vorsitzender, lässt sein Amt als Landesminister eine Fortsetzung dieser Tätigkeit nicht mehr zu. Er präsentierte den Anwesenden Hans-Dieter Beck als seinen (vom Gremium bereits gewählten) Nachfolger. Der Braker Jurist übernimmt den Aufsichtsratsvorsitz offiziell an diesem 1. September.

Am Ende war es eine rundum gelungene Premiere, die anlässlich des runden Geburtstages als Alternative zum üblichen Empfang (für deutlich weniger Wirtschaftsvertreter) in Berlin gefeiert wurde. Und UVW-Vorsitzender Dirk Schumacher wollte nicht ausschließen, dass daraus mal „eine gewisse Tradition“ werden könnte.

Markus Minten Leitung / Lokalredaktion
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