Brake Hinter den Kulissen ist in den vergangenen Monaten gearbeitet worden. Vertreter der Stadtratsfraktionen, der Stadtverwaltung sowie aus Wirtschaft und Vereinen haben einen Rahmen der „Vision Brake 2030“ erarbeitet. Jetzt ist die Öffentlichkeit gefragt. Waren die Vorarbeiten vor allem grundlegender Natur – unter anderem wurden vier Leitsätze entwickelt –, sollen die Überlegungen, wie Brake in zehn Jahren aussehen könnte, nun mit Hilfe der Bürger konkretisiert werden.

„Die Bürgerinnen und Bürger sollen die Vision mitgestalten und mittragen“, betont Bürgermeister Michael Kurz. „Ihre Ideen und Gedanken sollen eingearbeitet werden.“ Dafür plant die Stadt drei öffentliche Workshops. An diesen sollen möglichst viele Brakerinnen und Braker ihre Ideen einbringen. Sie sind am Dienstag, 10. März, in der Grundschule Hammelwarden, am Dienstag, 21. April, im Ratssaal und/oder am Dienstag, 19. Mai, in der Grundschule Boitwarden willkommen. Alle Veranstaltungen sind kostenfrei und beginnen um 19 Uhr. Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Fragen beantwortet Uwe Schubert (Telefon  04401/102203).

Die vier Leitsätze der Stadt Brake

Die Stadt Brake (Unterweser) stellt als lebendiges Mittelzentrum die regionale Infrastruktur sicher.

Die Stadt Brake (Unterweser) ist familienfreundlich und stellt die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sicher.

Die Stadt Brake (Unterweser) wirkt dem prognostizierten Bevölkerungsrückgang entgegen und hält die Einwohnerzahl über 15 000.

Die Stadt Brake (Unterweser) ist attraktiver Standort für Wirtschaftsbetriebe.

Der Fachbereichsleiter betont, dass die Workshops vollkommen ergebnisoffen seien. Zwar würden die erarbeiteten Ergebnisse präsentiert, diese sollen durch Ideen und Wünsche der Bürger dann ergänzt oder verändert werden.

Ganz konkret könnte etwa über die Angebotsstruktur der Kindertagesstätten gesprochen werden (zu welchen Zeiten wird Betreuung benötigt?), aber auch über die Erreichbarkeit von Stadtteilen wie Käseburg mit dem öffentlichen Nahverkehr, den Einsatz von Werksbussen oder die Ausweitung des Taktes des „Wesersprinters“. Diese und weitere Gedankengänge sollten in den Workshops weiterentwickelt werden. Kurz: „Wir wollen sehen, ob unsere Ideen auf eine breite Basis stoßen.“ Deshalb hat sich die Stadtverwaltung auch bewusst gegen externe Berater entschieden: „Wir wollen ein Ergebnis, das jeder lesen und verstehen kann“, betont Schubert. Und Kurz ergänzt: „Freuen würden wir uns über kritische Anmerkungen, vor allem aber auch darüber, wie bestimmte Dinge aus Sicht der Betroffenen verbessert werden könnten.“

Formales Ziel ist es, aus den bisherigen Ideen und denen der Bürger einen Beschlussvorschlag für den Stadtrat zu erarbeiten, den dieser noch vor der Sommerpause verabschieden soll. Dieser Ratsbeschluss wäre dann Grundlage für die Umsetzung der Projekte bis zum Jahr 2030. Denn, das wissen Kurz und Schubert: Die eigentliche Arbeit beginnt erst danach. „Es geht um unsere Stadt, darum, wie wir Brake zukunftsfest machen“, betont der Bürgermeister.

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Markus Minten Leitung / Lokalredaktion
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