Brake „Wir begrüßen es sehr, dass sich die Werksleitung von Olenex und die Nachhaltigkeitsbeauftragte in einem fließenden Diskussionsprozess mit den Grünen und dem BUND befinden.“ Lobende Worte findet Hans-Otto Meyer-Ott für die Braker Niederlassung der Olenex Edible Oils GmbH (frühere Fettraffinerie). „Am Werk haben wir nichts auszusetzen“, betont der Ratsherr. Kritik üben Grüne und BUND aber nach wie vor am Anbau von Palmöl und der damit verbunden Umweltzerstörung.

Zuletzt hatten sich Olenex-Vertreter und Naturschützer während eines Vortrages, zu dem BUND und Grüne eingeladen hatten, ausgetauscht. Und dabei habe man auch Folgegespräche verabredet, sagte Meyer-Ott. Daran sollen Bundestagsabgeordnete und Olenex sowie örtliche Grünen- und BUND-Vertreter teilnehmen. Man wolle Informationen sammeln, die für einen Antrag an die Bundesregierung gedacht seien. Ziel sei es, ein Verbot von Palmöl in Biosprit sowie zur Energiegewinnung zu erreichen. Im Biodiesel habe sich der Anteil an Palmöl von 2010 bis 2014 immerhin von 6 auf 31 Prozent erhöht. Bisher habe nur Frankreich ein solches Verbot bis 2020 umgesetzt, beklagt Meyer-Ott. Die Bundesrepublik wolle hingegen die Übergangsfrist bis 2030 ausnutzen. Dabei sei Biodiesel aus Palmöl dreimal klimaschädlicher als herkömmlicher Diesel, sagt Meyer-Ott. Und 61 Prozent des Palmöls, das in die EU importiert werde, sei für den Energiesektor bestimmt. Vielmehr müsse der Anteil an „wirklich nachhaltig produziertem Palmöl“ deutlich gesteigert werden, meint Meyer-Ott. Selbst wenn das das grundlegende Problem nicht lösen könne: Die Anbauflächen reichen für die Nachfrage nicht aus. Die Lebensraumzerstörung in den Produktionsländern sei eine unmittelbare Folge.

Markus Minten Redaktionsleitung Brake / Redaktion Brake
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