Brake Internetverbindungen mit weniger als 30 Megabit pro Sekunde sollen auch in der Wesermarsch möglichst bald der Vergangenheit angehören. Darauf verständigten sich am Dienstag Landrat Thomas Brückmann und Ludwig Kohnen, Geschäftsführer bei EWE Tel. Sie unterschrieben im Kreishaus einen Unterstützungsvertrag zum Breitbandausbau im Landkreis.

Die meisten dieser sogenannten „weißen Flecken“, die es immer noch in der Wesermarsch gibt, werden in der Wesermarsch bald von der Landkarte verschwunden sein. Das Oldenburger Telekommunikations- und Energieunternehmen EWE wird rund 1330 weiteren Haushalten in der Wesermarsch schnelleres Internet von mehr als 30 Mbit/s bis hin zu 100 Mbit/s zur Verfügung stellen. Bei der offiziellen Vertragsunterzeichnung wurde angemerkt, dass die Investitionsbeihilfe rund fünf Millionen Euro betrage. Der Bund bringe 2,5 Millionen Euro ein, an EU-Fördermitteln aus dem Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums würden 2 Millionen Euro kommen, der Landkreis Wesermarsch beteilige sich mit 500 000 Euro. Zuständig für den Breitbandausbau in der Wesermarsch ist Ingrid Miodek beim Landkreis. Sie betonte, dass EWE Tel aufgrund des besten Angebots den Zuschlag erhalten habe. Das Unternehmen werde den Breitbandausbau in den unterversorgten Flächen vornehmen.

Insgesamt profitieren von den Erschließungen alle Gemeinden und Städte in der Wesermarsch. Es gibt 89 Projektgebiete von Tossens bis Lemwerder, davon sind vier als Gewerbegebiete benannt, in denen sogar eine erreichbare Bandbreite von 1000 Mbit/s möglich wäre. EWE stellt durch den Ausbau rund 210 zusätzliche Glasfaserdirektanschlüsse und rund 1120 weitere VDSL-Anschlüsse zur Verfügung.

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Die Glasfaserdirektanschlüsse und die VDSL-Anschlüsse würden sich vor allem in der möglichen Datenübertragungsrate unterscheiden, so die EWE-Experten: Mit Glasfaserdirektanschlüssen sei der Internetzugang praktisch ungebremst. Bei VDSL-Anschlüssen würde das Kupferkabel zwischen Haus und Technikschrank erhalten. Der Technikschrank, Kabelverzweiger genannt, werde mit Glasfaser erschlossen. „Diese Ausbauvariante ermöglicht Geschwindigkeiten von bis zu 100 Mbit/s“, sagte Ralf von Dzwonkowski (EWE). Die tatsächlich nutzbare Bandbreite hänge hierbei von der Länge der kupfernen Teilnehmeranschlussleitung ab.

„Breitbandausbau ist Gemeinschaftsaufgabe“, sagte Ludwig Kohnen. „EWE wird auch weiterhin in einen großflächigen Glasfaserausbau investieren. Da EWE aber nicht überall eigenwirtschaftlich ausbauen kann, begrüßen wir die Fördermaßnahmen und gehen gemeinsam mit der Kommune den Breitbandausbau an. Wir freuen uns sehr, dass unsere Expertise überzeugt hat.“

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