Brake Einige Wochen noch, dann ist die Lange Straße endlich fertig. „Die Steine sind bestellt“, sagte am Mittwoch Olaf Sonnenschein auf Nachfrage der NWZ. Ab Juli soll mit den Pflasterarbeiten begonnen werden, die sich nach den Worten des Regionalleiters des Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverbandes (OOWV) über etwa sechs Wochen hinziehen werden.

In den zurückliegenden Monaten hatten der OOWV eine neue Trinkwasserleitung und die EWE eine neue Gasleitung verlegt. Normalerweise würden diese Leitungen unter dem Gehweg verlegt, merkte Olaf Sonnenschein an. Doch dieser sei an der Langen Straße zum einen zu schmal, und zum anderen würden dort schon andere Leitungen liegen. So sei den beiden Versorgungsbetrieben – in Rücksprache mit der Stadt Brake – und in enger Abstimmung nichts anderes übrig geblieben, als die Leitungen im Straßenkörper zu verlegen.

Bockhorner Klinker

Um den Versorgungsgraben ausheben zu können, musste zunächst das Straßenpflaster aus hochkant verlegtem Bockhorner Klinker fast halbseitig aufgenommen werden. Die Straße sei in keinem guten Zustand und die Bodenverhältnisse schwierig, so der OOWV-Regionalleiter.

Die Bauarbeiten für die Versorgungsleitungen zogen sich gut über ein Jahr lang hin. Im Zuge der fortschreitenden Arbeiten wurden die anliegenden Häuser angeschlossen, die Leitungen von alt auf neu umgestellt. „Jetzt sind alle Leitungen in Betrieb“, sagte Olaf Sonnenschein.

Nach und nach wurde ein Graben ausgekoffert und dann wieder verfüllt, zuletzt geschottert und nachverdichtet. Der eingebrachte Boden sackte nach, so dass der Graben auch schon mal aufgefüllt werden musste. Die Baumaßnahme erstreckte sich von der Georgstraße bis fast zur Grenzstraße über eine Länge von rund 1000 Metern.

Es gab drei Varianten, um den Straßenbelag wieder herzurichten. Die komplette Straße zu erneuern, wurde verworfen, wie auch die Überlegung, die alten Klinkersteine wiederzuverwenden. Blieb noch die dritte Lösung: rot-schwarz eingefärbter Betonstein, der dem alten Pflaster ähnelt, zu verlegen.

Langer Zeitraum

„Wir stimmen uns immer mit anderen Versorgern ab. Das klappt besonders gut mit der EWE“, so der OOWV-Regionalleiter. Es sei für alle Beteiligten günstig, in einem Rohrgraben arbeiten zu können. Die Bauarbeiten haben sich laut Olaf Sonnschein ziemlich lange hinausgezogen. Anwohner hätten sich beim OOWV aber nicht darüber beschwert. Im Zuge der Maßnahme seien Mitarbeiter der Firmen den Anwohnern stets behilflich gewesen.

An den Materialkosten der Pflasterung wird sich die Stadt Brake beteiligen. Bei einer kompletten Neugestaltung der Langen Straße hätte die Straßenausbaubeitragssatzung gegriffen, und das wollte man ausschließen. Wie Bauamtsleiter Rainer Hinrichs sagte, sei es nicht möglich gewesen, den alten Klinker wiederzuverwenden. Die Steine seien porös und auch gebrochen gewesen. Nun würde die aufgerissene Straßenhälfte mit Betonsteinen neu gepflastert. Um den Eindruck von zwei getrennten Fahrspuren zu vermeiden, würde bei den Deichdriften die alte Pflasterung aufgebrochen und an diesen Stellen auch die neuen Betonsteine verlegt. „Die Querungen werden anders gestaltet“, so Rainer Hinrichs dazu. Der Straßenbelag sei dadurch auch optisch ansprechender.

Ulrich Schlüter Elsfleth / Redaktion Brake
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