Brake Das Weihnachtsfest naht. Nicht für jeden lassen sich jedoch die mit dem Weihnachtsfest verbundenen Sehnsüchte erfüllen. So sind zum Beispiel viele Seeleute oft monatelang von ihren Familien und Angehörigen getrennt. Nicht selten verbringen sie das Weihnachtsfest in einem fremden Hafen oder auf See. Aus guter alter Tradition trafen sich jetzt wieder rund 20 Mitwirkende der Seemannsmission in den Räumen von „Pier One“, um gemeinsam 250 Weihnachtstüten für die Seeleute zu packen, die die Weihnachtszeit in den Häfen der Wesermarsch verbringen werden.

Der Seemannsclub „Pier One“ in Brake ist für die Seeleute eine willkommene Abwechslung vom harten Alltag. Hier besteht die Möglichkeit, mit der fernen Familie über das Internet zu sprechen, sich zu informieren oder einfach mal von Bord zu kommen. Die Besucherzahlen bewegen sich auf einem konstant hohen Niveau. 2018 nutzten 2654 Seeleute das Angebot des Clubs.

Diesmal halfen die Besucher und Mitarbeiter mit, Geschenke zu verpacken. In den Tüten sind Gaben wie Duschgel, Weihnachtsschokolade und kleine Handarbeiten zu finden. Unter den Helfern reihte sich auch Tim Meyer ein, der zurzeit sein Freiwilliges Soziales Jahr in der „Pier One“ ableistet. Ein Freund seines Bruders hat ihn auf die Idee gebracht, sich sozial zu engagieren und bei der Seemannsmission mitzumachen.

Die Geschenke an die Seeleute sind durch zahlreiche Spenden ermöglicht wurden. Die geistliche Betreuung erfolgt in der Seemannsmission sowohl durch Mitarbeiter der evangelischen als auch der katholischen Kirche. Für die evangelische Kirche sind Pfarrer Dirk Jährig und der Seemannsdiakon Marco Folchnand tätig. An drei Tagen in der Woche versieht die katholische Seemannsmission „Stella Maris“ den Betrieb und die Betreuung im Club. Dirk Jährig sagte, dass die Weihnachtstüten ein kleiner Lichtblick in der Weihnachtszeit sind. Ihre symbolische Wirkung sei nicht zu unterschätzen.

In Akkordzeit waren alle Tüten innerhalb von einer Stunde gefüllt. Danach ging man zum gemütlichen Teil bei Kaffee und Kuchen über.

Die Bezeichnung „Pier One“ hat sich der Seemannsclub Anfang des Jahres selbst gegeben. Die englische Bezeichnung ist hierbei bewusst gewählt worden, da die Seeleute, die die Häfen anlaufen, aus der ganzen Welt kommen. Der Seemannsclub ist jedoch keine ausschließliche Station für Brake. Vielmehr werden von hieraus auch die Häfen in Nordenham und Elsfleth mit betreut.

Betreut werden heißt, in erster Linie für die Seefahrer dar zu sein. Häufig geschieht dies durch Ehrenamtliche, die die Besatzung eines Schiffes direkt am Bord besuchen. 2018 gab es 110 Schiffsbesuche. Hierbei kamen die ehrenamtlichen Mitarbeiter mit 581 Seeleuten in Kontakt. Für die Schiffsbesuche stehen gegenwärtig sechs Frauen und Männer zu Verfügung. Für den Betrieb des Seemannsclub in Brake sorgen weitere 14 ehrenamtliche Personen.

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