Brake /Kirchhammelwarden Noch ist die etwa 2600 Quadratmeter große Fläche beim Famila-Markt an der Weserstraße in Brake eine Brache. Doch schon bald soll es hier summen und blühen. Der Grund: Der Hegering Brake sorgt mit einer Aktion für Artenvielfalt und bringt eine Wildackermischung bestehend aus Samen mehrjährig gedeihender Pflanzen aus.

Zur Auflockerung des Bodens war die Fläche zunächst gepflügt worden. Die erste Aussaat erfolgte jetzt am Dienstag. Die Jägerschaft nehme die vom Gesetzgeber im Bundesjagdgesetz festgehaltene Pflicht zur Hege des Wildes sehr ernst, sagt Stefan Leihsa. „Mit der Anlage von Blühwiesen wollen wir die Artenvielfalt fördern und einen Beitrag zur Verbesserung der Lebensgrundlagen der wildlebenden Tiere leisten“, merkt der Hegeringleiter an. Der Hegering Brake habe aus Mitgliedsbeiträgen in diesem Jahr in Schweierzoll, Schwei, Golzwarden und Brake zusammen mit der Raiffeisen-Warengenossenschaft (RWG) Wesermarsch und dem Lohnunternehmen Godfried van Eijden aus Großenmeer mehrere Blühflächen angelegt, die zusammen eine Fläche von zwei Fußballfeldern ergeben würden.

Eine dieser Flächen liegt nun auf dem Grund und Boden des Famila-Marktes. Die Mitglieder des Herings bedanken sich daher auch beim Centermanager des Famila-Marktes in Brake, Marco Struck. Famila hat die Fläche zur Verfügung gestellt, damit dort die Blühweise angelegt werden kann.

Die Mitglieder des Hergings Brake werden aber noch junge Helfer aktivieren. Mädchen und Jungen der Grundschule Hammelwarden und aus dem katholischen Kindergarten werden ebenfalls Hand anlegen. „Ich finde es gut, dass sich die Kinder einbringen“, sagt Berthold Riesenbeck von der Jägerschaft. Kinder wieder an die Natur heranzuführen, sei natürlich auch ein Ziel des Projekts. Damit sich die Mädchen und Jungen bald um die Blühfläche an der Weserstraße kümmern können, haben die Jäger jetzt schon einmal vorgearbeitet. Gesät wurden unter anderem Rotklee, Sonnenblumen, Kulturhafer, Steinklee, Leindotter, Ringelblumen, Dauerlupinen, Stoppelrüben und Margerite.

In Kirchhammelwarden sorgt indes ein Gemeinschaftsprojekt von Kirchengemeinde und Rudi-Rotbein-Club für ein weiteres Stück Insektenlebensraum. Mitglieder der Kindergruppe des Naturschutzbundes (Nabu) Wesermarsch haben auf einer Fläche des Friedhofs an der Friedrichskirche eine Blühmischung gesät, die Schmetterling, Schwebfliege, Biene und Co. künftig Nahrung liefern soll. Mitglieder der Kirchengemeinde hatten die rund 100 Quadratmeter große Fläche zuvor gefräst und jede Menge Steine ausgelesen, der Nabu hat das Saatgut für die mehrjährige Blühmischung „Veitshöchheimer Bienenweide“ spendiert. Der Anstoß zu der Aktion kam von Gerlinde Fries Der Rudi-Rotbein-Club pflegt eine enge Verbindung mit der Kirchengemeinde, hat Nistkästen auf dem Friedhofsgelände aufgehängt und ist hier immer wieder auch auf Fledermausexkursionen.


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Ulrich Schlüter Elsfleth / Redaktion Brake
Markus Minten Redaktionsleitung Brake / Redaktion Brake
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