Brake Zwei Monate Stillstand, weniger Besucher und Verluste: Die Saison der Guntsiet lief schlechter als die der Vorjahre. Aber dennoch bleibt Geschäftsführer Carsten Renken optimistisch: „Die Touristen waren sehr diszipliniert. Die Abstandsregeln an Bord wurden hervorragend eingehalten. Wir haben das Maximum herausgeholt“, sagt der Geschäftsführer der Guntsiet UG auf Nachfrage der NWZ.

In dieser Saison seien 33 bis 35 Prozent weniger Fahrgäste mit der Weserfähre gefahren. In absoluten Zahlen heißt das: 16 000 Erwachsene, 2600 Kinder, 6500 Fahrräder. „In der Vorsaison hatten wir noch 22 000 Erwachsene, 5000 Kinder und 8500 Fahrräder hier auf der Guntsiet“, sagt der Geschäftsführer.

Später Saisonstart

Grund für diesen Gästerückgang ist die Corona-Krise und die dazugehörenden Sicherheitsbeschränkungen. Die Guntsiet konnte mit ihrem Fährbetrieb erst am 29. Mai 2020 starten – gut zwei Monate später als geplant. Und damit noch nicht genug. Betrieben wird die Guntsiet von den Inselfreunden Harriersand. Die beiden festangestellten Mitarbeiter, ein Matrose und ein Kapitän, arbeiteten in Kurzarbeit. Die geringfügig Beschäftigten – drei Matrosen und drei Kapitäne – waren jedoch arbeitslos in den zwei Monaten. „Wir haben für die Aushilfen Lösungen gefunden“, sagt Carsten Renken.

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Außerdem erstellte der Geschäftsführer ein aufwendiges Hygienekonzept für den Fährverkehr. „Wir haben uns die Gesamtfläche der Guntsiet angeschaut und 1,5 Meter Abstände markiert“, sagt der Geschäftsführer. „Unser Hygienekonzept wurde sehr schnell von dem Landesgesundheitsamt Wesermarsch bearbeitet“, sagt Carsten Renken.

Neben dem Hygienekonzept und dem ersten Lockdown im Frühjahr musste die Anzahl der Personen auf der Fähre verringert werden. „Wir durften diese Saison 25 Personen anstatt von 120 Personen mitnehmen“, sagt der Geschäftsführer. Falls zu einem Zeitpunkt nicht alle Personen mitgenommen werden konnten, haben die Kapitäne noch eine Fahrt gemacht, betont Carsten Renken. Somit standen im Sommer acht Fahrten täglich an.

Verluste dieses Jahr

Das Geschäftsjahr 2020 ist zwar noch nicht abgeschlossen, jedoch erwartet Renken Verluste im vierstelligen Bereich. Für das kommenden Jahr hofft er zumindest auf eine Verbesserung. Voraussichtlich heißt es ab Ende März / Anfang April wieder „Leinen los“ für die Guntsiet.

Michael Diederich Volontär, 2. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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