Brake /Elsfleth /Jade Es ist kalt in der Wesermarsch in diesen Wochen. In den Nächten sinken die Temperaturen auf unter minus zehn Grad. Obdachlose Menschen, die auf der Straße übernachten, sind bei dieser klirrenden Kälte in den Wintermonaten gesundheitlichen Gefahren ausgesetzt.

Die Kommunen in Deutschland versuchen deshalb, zu unterstützen – bieten überdachte Unterkünfte: Besonders häufig in den größeren Städten, aber auch in der südlichen Wesermarsch wird geholfen. Drei Beispiele:

Jade

„Wir unterscheiden bei der Obdachlosigkeit in verschiedene Bereiche“, sagt Jörg Weden aus der Gemeindeverwaltung Jade. So würde die Gemeinde, neben Personen die auf der Straße leben, auch zugewiesene Asylbewerber, Personen deren Haus abgebrannt ist, die keine Miete oder Strom gezahlt haben sowie Wanderer aufnehmen. „Unsere Unterkünfte stehen für Personen aus all diesen Kreisen zur Verfügung“, erklärt er.

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Sollten die Räumlichkeiten knapp werden, könne die Gemeinde auch auf Sammelunterkünfte zurückgreifen. „Hier vermeiden wir dann aber, dass Männer und Frauen in eine gemeinsame Unterkunft kommen“, so Weden. Saisonale Höhepunkte erkenne er nicht. Im Sommer seien aber viele Durchreisende, die von der Nord- zur Ostsee ziehen, in Jade unterwegs. „Über das Jahr gesehen gibt es aber konstante Zahlen.“

Brake

In Brake werden die Wohnangebote der Stadt immer wieder genutzt. „Bei uns sind auch aktuell Menschen untergebracht“, sagt Axel Grunwald, Fachbereichsleiter Ordnung und Soziales in Brake.

Bis vor kurzem waren die Ressourcen noch erschöpft, aktuell gebe es aber wieder freie Räumlichkeiten, die für Bedürftige zur Verfügung stünden. „Dafür sind wir von der Stadt verpflichtet“, so Grunwald. „Die Gründe, weshalb die Menschen auf uns zukommen sind ganz unterschiedlich.“ So wird geholfen, wenn Personen nach einer Wohnungsräumung ohne eine Bleibe dastehen. Und auch einer Braker Familie, deren Haus abgebrannt war, stellte die Stadt zuletzt eine der drei Wohnungen zur Verfügung. „Sie haben nun eine neue Wohnmöglichkeit gefunden, und so wird damit wieder Platz geschaffen“, sagt Axel Grunwald.

Platz, der bei den eisigen Temperaturen nun von anderen Obdachlosen genutzt werden kann. Grunewald: „Wenn es Bedürftige gibt, können diese sich im Rathaus melden.“ Dann werde nach einer Lösung gesucht. Dass es die größte Nachfrage im Winter gibt, kann Grunewald allerdings nicht bestätigen. „Das verteilt sich über das Jahr gesehen.“

Die Tafel in Brake verzeichnet bei den winterlichen Temperaturen mehr Anfragen. „Es kommen immer mehr Menschen“, sagt Fred Memenga. Besonderes Essen werde aber nicht ausgeteilt. „Manchmal haben wir nicht genügend Essen. Die Leute, die nichts mehr bekommen, sind beim nächsten Mal als Erste dran.“

Elsfleth

In Elsfleth ist eine Unterbringung von Obdachlosen aktuell kein Thema. „Bei uns wurde weder in den vergangenen Jahren noch aktuell Bedarf angemeldet“, erklärte Andreas Haane aus der Elsflether Gemeindeverwaltung. Tagesaufenthalte laufen über den Landkreis, die Auszahlung von Geld über die Jobcenter. „Seitdem melden sich so gut wie keine Obdachlosen mehr bei uns“, sagt Haane. Sollte es aber doch jemanden geben, der auf die Hilfe der Gemeinde angewiesen ist, könne auch Elsfleth die notwendigen Räumlichkeiten zur Verfügung stellen.

Sönke Spille Freier Mitarbeiter Lokalsport / NWZ-Redaktion
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