Brake Auf den geschulten Blick kommt es an: „An einigen Stellen sehen die Dalben schlimm aus“, stellen die beiden ehrenamtlichen Mitarbeiter des Schiffahrtsmuseums der oldenburgischen Unterweser, Jochen Ziewitz und Onno Ficke, fachkundig fest. Sie betrachten die drei gebündelten Pfähle aus Eichenholz, die beim Braker Telegraphen stehen. Diese Dalben, meist in den Grund eines Hafens eingerammte Pfähle zum Festmachen von Schiffen, wollen die beiden Pensionäre unbedingt erhalten. „So etwas gibt es nicht mehr wieder“, betont Onno Ficke. Die heutigen Dalben etwa seien aus Eisen und Stahl oder aus Beton hergestellt.

Herkunft: Über die Herkunft des Namens „Duckdalben“ gibt es mehrere Vermutungen. Es wird jedoch angenommen, dass das Wort aus dem niederländischen Dükdallen (Pfähle, die schräg stehen) abgeleitet wurde. Auch der Herzog von Alba, der Duc d’Albe (1507-1582), wird zur Deutung herangezogen. Er soll die Pfähle in den Niederlanden eingeführt haben.

Zweck: Hauptsächlich dienen Dalben als flexible und sichere Anlegestellen für Schiffe, sei es in einem Hafen, einem Fluss oder einem anderen Gewässer. Dalben können beispielsweise aber auch zum Schutz von Brücken verwendet werden.

Material: Hauptsächlich Eichenstämme wurden früher verwendet. Um eine bessere Steifigkeit zu erzielen, wurden sie meist im Verbund mit anderen Stämmen verwendet. Heute werden in der Regel Dalben aus Stahl verwendet, die als Rohre gerammt werden. Sie haben eine längere Lebensdauer. Holzdalben sind öfter auszutauschen.

Die Schäden am Festmacher, der mit Holzschutzmittel imprägniert worden ist, sind nicht sogleich zu erkennen. Der schwarze Anstrich kaschiert den Verfall. An einigen Stellen ist jedoch morsches Holz abgebrochen. Beim näheren Hinschauen wird dann das Ausmaß der Schäden ersichtlich: Holz ist großflächig verwittert, lässt sich eindrücken, an einigen Stellen gibt es tiefere Kerben. „Wir müssen jetzt schnell etwas tun, um die Dalben zu erhalten“, wissen Jochen Ziewitz und Onno Ficke.

Herkunft: Über die Herkunft des Namens „Duckdalben“ gibt es mehrere Vermutungen. Es wird jedoch angenommen, dass das Wort aus dem niederländischen Dükdallen (Pfähle, die schräg stehen) abgeleitet wurde. Auch der Herzog von Alba, der Duc d’Albe (1507-1582), wird zur Deutung herangezogen. Er soll die Pfähle in den Niederlanden eingeführt haben.

Zweck: Hauptsächlich dienen Dalben als flexible und sichere Anlegestellen für Schiffe, sei es in einem Hafen, einem Fluss oder einem anderen Gewässer. Dalben können beispielsweise aber auch zum Schutz von Brücken verwendet werden.

Material: Hauptsächlich Eichenstämme wurden früher verwendet. Um eine bessere Steifigkeit zu erzielen, wurden sie meist im Verbund mit anderen Stämmen verwendet. Heute werden in der Regel Dalben aus Stahl verwendet, die als Rohre gerammt werden. Sie haben eine längere Lebensdauer. Holzdalben sind öfter auszutauschen.

Seit etwa zehn Jahren steht der Duckdalben (ein Bündel von Pfählen) vor dem Telegraphen. Onno Ficke hatte die Pfähle damals aus Bremerhaven organisiert. „Sie standen an der Nordschleuse“, erinnert er sich. Und dort standen sie über mehrere Jahrzehnte. Nach seinen Worten sind die Dalben mehr als 70 Jahre alt – und erhaltenswürdig als Zeugnis einer Schifffahrtsgeschichte im Wandel der Zeit.

Die ehrenamtlichen Helfer des Museums arbeiten besonnen. Zunächst haben sie die Dalben freigelegt, alles Grün um die Standfüße herum entfernt. Dabei wurden noch weitere Schäden sichtbar. Die Feuchtigkeit trägt nämlich erheblich zum Verfall bei. „Wir müssen auf das Kernholz zurückgreifen“, berichtet Jochen Ziewitz. Die Abdeckungen am Holz hätten sicherlich schlimmere Schäden verhindert.

Viel morsches Holz ist zu entfernen. Neues Eichenholz, um die Stellen zu flicken, liegt bereit. „Die morschen Stücke werden jetzt ausgeschliffen“, sagt Jochen Ziewitz. Mit Modellpappe werde sodann eine Schablone gemacht und das neu benötigte Eichenholz exakt zugeschnitten. Es werde noch imprägniert. „Die Rundungen müssen wir schleifen“, erläutert Jochen Ziewitz die weiteren Arbeitsschritte. Mit Sachverstand sei das alles in den Griff zu bekommen, betonen die beiden Museums-Mitarbeiter.

Das ganze Projekt ist zeitaufwendiger, als es auf den ersten Blick vermuten lässt. Jochen Ziewitz und Onno Ficke, die zweimal in der Woche zur Mitarbeit ins Museum kommen, rechnen mit mehreren Wochen, um die Dalben auszubessern und längerfristig gegen Verfall zu schützen.

Ulrich Schlüter Elsfleth / Redaktion Brake
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

NWZONLINE-NEWSLETTER

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten.
Meine E-Mail wird nur zu diesem Zweck verwendet.
Einwilligung jederzeit wider­rufbar, Abmeldelink in jeder E-Mail. Die Datenschutz­erklärung habe ich zur Kenntnis genommen.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.